CORONA: INZIDENZWERT STEIGT AUF 177 – 67 MENSCHEN IM KRANKENHAUS

Maske tragen in der Altstadt (Foto: Strohdiek)

Ennepe-Ruhr-Kreis- Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es 4.897 bestätigte Corona-Fälle (Stand: Montag, 14. Dezember), von diesen sind aktuell 861 infiziert, 3.952 gelten als genesen. Die Zahl der Infektionen ist innerhalb der letzten 24 Stunden um 94 gestiegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner, liegt im Kreisgebiet bei 177,10 (Vortag 164,14).

In den Krankenhäusern im Kreisgebiet sind derzeit 67 Patienten mit einer Corona-Infektion in stationärer Behandlung. 10 von ihnen werden intensivmedizinisch betreut, 6 werden beatmet.

Die aktuell 861 Erkrankten wohnen in Breckerfeld (10), Ennepetal (64), Gevelsberg (100), Hattingen (195), Herdecke (56), Schwelm (76), Sprockhövel (93), Wetter (39) und Witten (228).

Im Ennepe-Ruhr-Kreis sind 84 Menschen mit oder an einer Corona-Infektion verstorben. Sie kommen aus Breckerfeld (3), Ennepetal (7), Gevelsberg (13), Hattingen (10), Herdecke (29), Schwelm (5), Sprockhövel (5), Wetter (3) und Witten (9).

Die Gesundeten kommen aus Breckerfeld (108), Ennepetal (371), Gevelsberg (480), Hattingen (650), Herdecke (361), Schwelm (371), Sprockhövel (238), Wetter (267) und Witten (1.106).

Für die positiven Fälle sowie für Ansteckungsverdächtige ist häusliche Quarantäne angeordnet. Insgesamt gilt diese Vorgabe für 2.766 (Vortag 2.814) Personen im Kreis.

In einigen Heimen im Kreisgebiet gibt es aktuell größere Corona-Ausbrüche. Für zwei Hattinger Heime liegen dem Gesundheitsamt inzwischen weitere Testergebnisse vor. Im Pflegeheim St. Josef haben sich danach 34 Bewohner und 14 Mitarbeiter, im Pflegeheim St. Mauritius 17 Bewohner und 5 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Von Ausbrüchen betroffen sind darüber hinaus das Hans-Grünewald-Haus in Gevelsberg, das Haus am Quell in Sprockhövel sowie das Wittener Altenzentrum am Schwesternpark Feierabendhäuser und das Seniorenhaus Witten-Stockum. Für alle Einrichtungen gelten Besuchsverbote sowie die Vorgabe, wöchentlich alle Bewohner und Mitarbeiter zu testen.

Aufgrund mehrerer Fälle an der Grundschule Nordstadt in Schwelm und am Friedrich-Harkort-Gymnasium in Herdecke haben die Verantwortlichen dort weitergehende Schließungen angeordnet. Die Grundschule ist ganz geschlossen, am Gymnasium befindet sich die gesamte Stufe 7 im Distanzunterricht. Für andere Schulen gilt nach wie vor: Dort sind und es findet Distanzunterricht statt.

Unabhängig davon, ob einzelne Schüler oder Lehrer positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind, gilt nach Vorgabe der Landesregierung seit Montag für alle Schüler ab Klasse 8 Distanzunterricht. Die Eltern von Kindern aus den Jahrgansstufen 1-7 dürfen wählen, ob ihre Kinder bis zum Ferienbeginn in den Schulen oder von zuhause aus lernen.

Auch in manchen Kindertagesstätten im Ennepe-Ruhr-Kreis sind einzelne Gruppen oder ganze Einrichtungen aufgrund von Corona-Infektionen geschlossen. Für alle Kitas gilt: Die Landesregierung appelliert an alle Eltern, ihre Kindergartenkinder bis zum 8. Januar möglichst nicht in die Einrichtungen zu bringen.

Liste der betroffenen Einrichtungen

Pflege- und Seniorenheime mit positiven Fällen oder Verdachtsfällen

Gevelsberg
Hans-Grünewald Haus

Hattingen
Seniorenzentrum St. Mauritius, St. Josef Altenheim

Sprockhövel
Haus am Quell

Witten
AWO Altenzentrum Witten Egge, Altenzentrum am Schwesternpark Feierabendhäuser, Seniorenhaus Witten-Stockum

Krankenhäuser

Schwelm
HELIOS Klinikum Schwelm

Witten
Evangelisches Krankenhaus

Schulen

Ennepetal
Grundschule Büttenberg, Berufskolleg des Ennepe-Ruhr-Kreises

Gevelsberg
Grundschulen Pestalozzi und Georg Müller, Realschule Alte Geer

Hattingen
Realschule Grünstraße, Gesamtschule Lange Horst, Gymnasium Holthausen

Herdecke
Grundschule Robert-Bonnermann und Schrabergschule, Friedrich-Harkort-Gymnasium

Schwelm
Grundschule Nordstadt, Märkisches Gymnasium

Sprockhövel
Grundschule Haßlinghausen, Wilhelm-Kraft-Gesamtschule

Wetter
Förderschule Oberlin

Witten

Freiligrath-Hauptschule, Realschulen Adolf-Reichwein und Otto-Schott, Gesamtschule Holzkamp, Albert-Martmöller-Gymnasium, Berufskolleg des Ennepe-Ruhr-Kreises

Kindertagesstätten

Hattingen
Evangelische Kita Johannes Kindernest, Kita Poststraße

Herdecke
Kiga Kinderpark

Sprockhövel
AWO Familienzentrum Blumenhaus

Witten
Kita Wirbelwind, Kita Neddenburweg

(Stand: Montag, 14. Dezember)

1 Kommentar zu "CORONA: INZIDENZWERT STEIGT AUF 177 – 67 MENSCHEN IM KRANKENHAUS"

  1. Bernd Loewe | 15. Dezember 2020 um 14:36 |

    Dirk Glaser klagt, die Corona Schutzmaßnahmen reichen nicht aus. Es stellt sich jedoch die Frage, sind es die richtigen Maßnahmen? Die Infektionszahlen in Hattingen müssten es doch zulassen, die Infektionsherde zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zu veranlassen.

    Das schließen der Gastronomie hat offensichtlich nicht geholfen, aber das ist übergeordnet.

    Haben wir die Erkenntnis, dass in der Fußgängerzone, wo man sich sekundenlang begegnet, wo Abstand von 1,5 m fast immer möglich ist, sich viele Menschen infiziert haben? Das die sogenannten Alltagsmasken vor Mund und Nase im Freien kaum Schutz bieten, ist hinreichend belegt. Es wird außerdem geraucht, gegessen, die Nase ist nicht selten frei.

    In geschlossenen Räumen hingegen ist das tragen einer Alltagsmaske grundsätzlich sinnvoll, aber nur wenn alle Menschen diese korrekt tragen, also Mund und Nase vollständig bedecken und wenn die Maske an den Rändern eng anliegt. In Geschäften wird das allerdings nicht kontrolliert, niemand macht Ignoranten auf das korrekte Tragen der Maske aufmerksam.

    Kontrollen erfolgen sporadisch in der Fußgängerzone, Hauptsache Lappen vor Mund und Nase? Alles klar, dann schließen wir eben die Geschäfte…

    Wann kommen endlich FFP2 Masken für alle, nicht nur für über 60-Jährige?

    Wie schützen wir Hattinger Senioreneinrichtungen? Welche Verantwortung haben die Hattinger Entscheider für die kritische Lage in den Altenheimen St. Josef und St. Mauritius?

    Ich wünsche mir ein wenig Boris Palmer (Oberbürgermeister in Tübingen) in Hattingen, der mit frühzeitigen Maßnahmen das Infektionsrisiko in den Alteneinrichtungen minimiert hat.

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