CDU-Frauen Reden über Pflege-Themen

Johanna Burbulla, Dirk Hertling, Regina Heermann und Christiane Nicolai (Foto: CDU-Frauen)
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Hattingen – Zu ihrer offenen Vorstandssitzung hatten die CDU-Frauen Hattingen Dirk Hertling, Vorstand der Theresia-Albers-Stiftung, sowie die CDU-Landtagskandidatin Johanna Burbulla in die Schulenburg eingeladen.

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Gleich zu Beginn sorgte eine Klarstellung für Aufmerksamkeit: Ein aktueller regionaler Zeitungsbericht zu Focus-Ergebnissen über Hattinger Altenheime spiegle nach Aussage der Stiftung die Situation in den Einrichtungen der Theresia-Albers-Stiftung nicht wider. Der entsprechende Beitrag sei inzwischen aus den Online-Portalen von Focus entfernt worden.

Hertling stellte die Arbeit der seit 1923 in Hattingen verwurzelten Stiftung vor, die heute im Ruhrgebiet zehn Einrichtungen mit mehr als 900 Beschäftigten betreibt. Zentrale Aufgaben seien die Pflege und Betreuung von Menschen aller Altersgruppen, zunehmend auch von Demenz-Patientinnen und -Patienten. Hertling machte deutlich, dass gesetzliche Vorgaben zur Pflege und Bezahlung des Personals zu einem hohen Konkurrenzdruck gegenüber Krankenhäusern führen. Häuser der Pflege hätten es zunehmend schwer, genügend qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen – eine Einschätzung, die die gelernte Krankenschwester Burbulla teilte.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Finanzierbarkeit von Pflegeheimplätzen. Nach Angaben Hertlings kostet ein Platz in seinen Einrichtungen derzeit rund 5.000 Euro im Monat – trotzdem arbeiteten die Häuser betriebswirtschaftlich im Defizit und könnten diesen Satz nur halten, wenn sie in eigenem Immobilienbesitz seien. Besonders eindrucksvoll war die Kennzahl von 1,2 Mitarbeitenden pro Heimbewohner, noch ohne die Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher, wie Regina Heermann (Mauritius-Heim Niederwenigern) und Martina Kipscholl (Haus Theresia, Brandstraße) berichteten.

Für Hattingen gibt es dennoch eine positive Perspektive: Im sogenannten Theresia-Viertel an der Brandstraße entstehen bis Ende 2027 zusätzliche Demenz-Pflegeplätze mit erweitertem Serviceangebot. Der Baufortschritt ist bereits sichtbar, Anmeldelisten bestehen derzeit jedoch noch nicht.

Mit Spannung blickt die Stiftung auf die für den Herbst angekündigte Gesundheitsreform. Sie wird nach Einschätzung Hertlings alle rund 2.700 Pflegeheime in NRW betreffen; konkrete Auswirkungen seien noch nicht absehbar, bereiteten aber bereits Sorgen um die langfristige Sicherung der Angebote. Hertling kündigte an, die CDU-Frauen nach Inkrafttreten der Reform im Herbst erneut zu besuchen, um über die Folgen zu berichten.

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