BAUPLANUNG NIEDERSPROCKHÖVEL –  NEUBAU GRÖSSERER LEBENSMITTELMÄRKTE GEPLANT

Visualisierung der möglichen baulichen Änderungen auf der Beisenbruchstraße (Foto: Stadt Sprockhövel)

Sprockhövel – In der nächsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Stadtentwicklung und Denkmalschutz am Montag (29. November 2021) befinden die Ausschuss-Mitglieder u.a. über einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes Nr. 73 ‚Im Beisenbruch‘.

Der Verwaltung liegt ein Antrag auf Änderung dieses Bebauungsplanes für die Grundstücke Beisenbruchstraße 4 und 10 vor. Es ist beabsichtigt, auf dem Grundstück Beisenbruchstraße 10 den vorhandenen Lebensmitteldiscounter abzureißen und hier eine neue Filiale mit einer Verkaufsfläche von ca. 1.420 qm zu errichten. Eine diesbezügliche Anfrage von ruhrkanalNews an die Zentrale der Firma Lidl wurde nicht konkret beantwortet.

Des Weiteren soll ein im Ortskern ansässiger Vollsortimenter verlagert werden, wobei eine Erweiterung der Verkaufsfläche auf ca. 1.250qm vorgesehen ist, schreibt die Stadtverwaltung in der Vorlage. Auch hier wurde die Nachfrage von RuhrkanalNews an die Zentrale von REWE in Dortmund bisher nicht beantwortet.

Die vorhandene gewerbliche Nutzung im hinteren Gelände des Grundstückes bleibt in der bisherigen Form laut Sitzungsvorlage erhalten.

Zuerst Planungsrecht schaffen

Mit der 1. Änderung des Bebauungsplanes ist es vorgesehen, die Erweiterung des auf dem Grundstück ansässigen Lebensmitteldiscounters auf eine Verkaufsfläche von 1.420 m² sowie die Verlagerung eines bereits in Niedersprockhövel ansässigen Lebensmittelvollsortimenters mit einer zukünftigen Verkaufsfläche von 1.250 m² planungsrechtlich zu ermöglichen.

Der im Norden des Plangebietes verortete Lebensmitteldiscounter mit einer derzeitigen Verkaufsfläche von 970 m² sowie das im Westen befindliche Bürogebäude sollen abgerissen werden. Es ist nunmehr zum einen beabsichtigt, einen neuen Lebensmitteldiscounter mit einer Verkaufsfläche von 1.420 m² sowie einen Lebensmittelvorsortimenter mit einer Verkaufsfläche von 1.250 m² zu errichten. Die Gebäude sollen L-förmig zueinander an der nördlichen bzw. westlichen Plangebietsgrenze angeordnet werden.

207 PKW-Stellplätze, Photovoltaik und Dachbegrünung

Die geplanten 207 PKW-Stellplätze sollen östlich bzw. südlich der Baukörper entstehen. Zudem ist eine direkte Fußgängerverbindung von dem westlich angrenzenden Wohngebiet zu den Lebensmittelmärkten vorgesehen. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung soll das Dach des westlichen Baukörpers mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden. Für den nördlichen Baukörper ist eine Dachbegrünung vorgesehen. Zudem sollen innovative Heizungssysteme, bspw. Betonkerntemperierung, zur Anwendung kommen. Des Weiteren beabsichtigt der Vorhabenträger sechs Ladestationen für E-Fahrräder und zwei E-Tanksäulen für PKW zur Förderung der E-Mobilität zu installieren.

Soweit die Ausführungen in der Beschlussvorlage mit der Empfehlung an die Ausschuss-Mitglieder, einer Änderung des Bebauungsplanes bzw. Flächennutzungsplanes zuzustimmen und die Verwaltung zu beauftragen, zunächst die landesplanerische Anpassung durchzuführen.

RuhrkanalNews berichtet weiterhin.

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