Sprockhövel – Wenn mal als Kreditinstitut Opfer einer Automatensprengung wird, ist vieles zu organisieren, bis man den Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen kann. Das ist der Sparkasse Schwelm-Sprockhövel gelungen und der Service-Betrieb in der Geschäftsstelle auf der Hauptstraße wird am kommenden Montag, 9. Februar 2026, wieder aufgenommen. Alle für diese Woche vereinbarten Beratungstermine werden von den Mitarbeitenden der Sparkasse an der Hauptstraße allerdings schon wieder wahrgenommen.
Auch wenn sich das Sicherheitssystem der Sparkasse Schwelm-Sprockhövel bewährte und die Täter kein Geld erbeuteten, ist der durch die Sprengung am Montag (2. Februar 2026) entstandene Sachschaden für die Sparkasse enorm. Mit Hochdruck arbeiteten bereits seit Montagvormittag zahlreiche Firmen an der Beseitigung der Trümmerlandschaft.

Sparkasse Schwelm-Sprockhövel: Nach der Automaten-Sprengung laufen die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. (Foto: Höffken)
Jetzt wurde entschieden, dass neue Geldautomaten beschafft und an der gleichen Stelle im Foyer wieder errichtet werden. Da solche Geldautomaten nicht lagermäßig vorrätig sind, wird es verständlicherweise einige Zeit dauern, bis die Bargeldversorgung an dieser Stelle wieder funktioniert.

Sparkasse Schwelm-Sprockhövel: Nach der Geldautomatensprengung begannen noch am gleichen Tag die Aufräumarbeiten. (Foto: Höffken)
Volksbank hilft Sparkasse – Zusammenhalt zählt
Und es gibt noch eine gute Nachricht. Kunden der Sparkasse Schwelm-Sprockhövel haben ab sofort die Möglichkeit, ihr Bargeld am Automaten bei der Volksbank Sprockhövel e.G. an der Mühlenstraße abzuheben, ohne die sonst fälligen Gebühren bei der Abhebung an „netzfremden“ Instituten zahlen zu müssen, also eine aktuelle Kooperation zwischen den beiden Instituten zum Wohle der Sparkassen-Kunden.
Diese Vereinbarung gilt, bis die bereits bestellten neuen Automaten bei der Sparkasse an der Hauptstraße wieder installiert und betriebsbereit sind.
Täter noch nicht ermittelt
Die Täter, die die Sprengung in der Sparkassengeschäftsstelle verursachten, konnten bis zur Berichterstellung noch nicht ermittelt bzw. gefasst werden. Mit Hochdruck arbeiten die zuständigen, dafür spezialisierten Ermittlungsbehörden, an der Aufklärung der Tat und an der Ermittlung und Festnahme der Täter. Aktuell ist die Polizei Dortmund als übergeordnete Stelle für die Ermittlungsarbeit zuständig.
Auf Landesebene ist mit der Ermittlungskommission „Heat“ beim LKA NRW eine Ermittlungskommission für das Phänomen der Angriffe auf Geldautomatensprengungen angegliedert. Die Anzahl der Geldautomaten-Sprengungen in NRW war im Jahr 2023 mit 153 Taten rückläufig (2022 waren es 182), ist aber seit Jahren auf einem hohen Niveau. Die Polizei schöpft daher alle Mittel zur Vorbeugung und Bekämpfung dieser Taten aus. Durch die Kreispolizeibehörden Nordrhein-Westfalens (KPB NRW), die Ermittlungskommission Heat und durch die enge Kooperation mit den niederländischen Behörden, ist es zu einer Vielzahl an Ermittlungserfolgen gekommen. Seit dem Jahr 2015 wurden insgesamt 211 Tatverdächtige festgenommen. Allein in 2023 waren es 26 Festnahmen (Quelle: LKA NRW).






























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