Weniger Flüchtlinge wirken sich aus – Wohn-Container werden abgebaut

Flüchtlingsunterbringung: Die Containeranlage Merklinghausen 4 c soll aufgegeben und demontiert werden. (Foto: Höffken)

Sprockhövel – Der Rückgang von zugewiesenen Flüchtlingen wirkt sich jetzt auch auf das Stadtgebiet von Sprockhövel aus. Umzüge stehen an und Wohn-Container sollen abgebaut werden.

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Der städtische Fachbereich Soziales, Integration und Teilhabe hat Vorlagen erstellt, die dem Ausschuss für Soziales und Demografie am Donnerstag, 26. Februar 2026 zur Kenntnisnahme erläutert werden.

Gab der Fachbereich im letzten Jahr (Stand Februar 2025) noch beim Flüchtlings-Status insgesamt 519 Geflüchtete an, reduzierte sich diese Zahl (Stand Januar 2026) auf jetzt 349, die an über 10 Standorten untergebracht sind. Das sind 170 Geflüchtete weniger als noch ein Jahr zuvor, die im Stadtgebiet von Sprockhövel wohnen und betreut werden.

Zum 02.01.2026 befinden sich die Geflüchteten unter anderem in 10 städtischen Gebäuden bzw. Gemeinschaftsunterkünften:

(Hinweis der Redaktion: Die Differenz von 29 (378 minus 349) ergibt sich aus Personen, die laut Stadtverwaltung „nicht rechtzeitig mitwirken“ und daher zum Zeitpunkt der Auswertung keine Leistungen erhalten, aber in städtischen Unterkünften wohnen. Es gibt auch Personen, die abgeschoben werden sollen, die zunächst eingeschränkte Leistungen und dann keine Leistungen mehr erhalten.)

Aktuelle Aufnahmequote

Die Verteilstatistik des Landes nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz NRW weist mit Stand vom 16.01.2026 eine Aufnahmequote von 88,86 % auf. Die Aufnahmeverpflichtung liegt demnach bei noch 50 Personen.

Die Aufnahmeverpflichtung für Personen mit Wohnsitzauflage nach § 12 a des Aufenthaltsgesetzes erfüllt die Stadt Sprockhövel aktuell mit 139,25 % (101 Personen über der Soll-Verpflichtung).

Aktuell werden durchschnittlich etwa 2 Personen pro Woche zugewiesen.

Unterbringungssituation:

Es ist geplant, die Unterkunft Hauhinco spätestens Ende 2026/ Anfang 2027 als Gemeinschaftsunterkunft aufzugeben. Gleichzeitig soll dann die neue Hybrid- Containeranlage mit 120 Plätzen an der Hiddinghauser Straße fertiggestellt sein, um die dann wegfallenden Kapazitäten aus der Hauhinco-Unterkunft zu kompensieren und auch im Bedarfsfall den Rahmen der Zuweisungsquote zu erfüllen und weitere Geflüchtete aufnehmen zu können.

Flüchtlingsunterbringung: Auf der Hiddinghauser Straße werden zwei neue Wohnheime für Geflüchtete errichtet, der Boden für eine weitere Wohnheimanlage vorbereitet. (Grafik: Stadt Sprockhövel, Foto: Höffken)
Flüchtlingsunterbringung: Für die Bauvorhaben auf der Hiddinghauser Straße sind die Fundamente erstellt. (Foto: Höffken)

Im gleichen Zusammenhang ist der Abbau von nicht mehr benötigten Unterkunftskapazitäten in Betracht zu ziehen, um die Kosten für die Stadt Sprockhövel wirtschaftlich zu halten. Die Stadtverwaltung will daher den Container Merklinghausen 4c kündigen und abbauen lassen. Durch die Rückgabe des angemieteten Containers Merklinghausen 4c ergibt sich eine Ersparnis von monatlich 12.667,55 Euro (zzgl. Betriebs- und Heizkosten).

Die Mietdauer der Containeranlage an der Dresdener Str. wurde um 2 Jahre verlängert mit der Option der Kündigung 6 Monate vor Ablauf der genannten Kündigungsfrist. Sollte sich allerdings ein weiterer Rückgang von Zuweisungen im ersten Halbjahr 2026 herauskristallisieren, wäre ein Abbau der Containeranlage an der Dresdener Straße laut Stadtverwaltung in Betracht zu ziehen.

Die gesamte Vorlage aus der Tagesordnung des Ausschusses für Soziales und Demografie ist hier nachzulesen.

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