WEITERE WOHNUNGEN IN DER EHEMALIGEN ZECHE ALTE HAASE GEPLANT

Umbau von Gebäudeteilen der früheren Zeche Alte Haase (Foto: Stadt Sprockhövel, Collage: Höffken)

Sprockhövel – Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Denkmalschutz stimmte jetzt (29. November 2021) einstimmig einem Antrag der Verwaltung zu, die Umnutzung des Kesselhauses der früheren Zeche Alte Haase vorbehaltlich der Zustimmung der Fachbehörden und des Westfälischen Amt für Denkmalpflege zu genehmigen.

33 Wohn- und vier Büroeinheiten auf sieben Etagen

Der Verwaltung liegt ein Bauantrag für die Umnutzung des Kesselhauses der Ehemaligen Zeche „Alte Haase“ auf dem Grundstück Hattinger Straße 39-45 in Niedersprockhövel vor. Der Antragsteller beabsichtigt, das Kesselhaus (Gebäudeteil F) zu zukünftig 33 Wohneinheiten sowie vier Büroeinheiten umzunutzen.

Das Kesselhaus grenzt östlich an die seit dem 30. Mai 2005 in die Denkmalliste der Stadt Sprockhövel eingetragen Gebäudeteile der Ehemaligen Zeche „Alte Haase“. Das Kesselhaus selbst steht nicht unter Denkmalschutz.

Der Antragsteller beabsichtigt, das Kesselhaus überwiegend zu Wohnzwecken umzubauen. Neben vier Büroeinheiten und Lagerflächen im Erdgeschoss sollen 33 Wohneinheiten über insgesamt sieben Etagen realisiert werden. Insofern sind zu dem bisherigen bis auf drei kleinere Zwischenebenen ausgehölten Baukörper weitere sechs Ebenen geplant, sodass insgesamt sieben Geschosse geschaffen werden. Die im Gebäude bestehenden baulichen Anlagen werden zu diesem Zweck abgerissen und das Gebäude bis auf die Außenwände entkernt.

Im Anschluss soll der Ausbau von innen heraus erfolgen, wobei Teile der Außenwände statisch verstärkt werden. Hier sollen Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 59 m² und 120 m² entstehen. Desweiteren soll die Fassade nach Süden hin großflächig geöffnet werden, um dort Loggien anzulegen. Auch auf der Nordseite des Gebäudes sind zwei Ausschnitte in der Fassade für Loggien vorgesehen, teilt die Verwaltung in ihrer Vorlage mit.

Der Ausschuss hatte bereits Ende Januar eine Vorlage der Verwaltung genehmigt, in der der Eigentümer vier Bauanträge für die Umnutzung mehrerer Gebäudeteile der Ehemaligen Zeche „Alte Haase“ sowie die Errichtung einer Tiefgarage auf dem Grundstück Hattinger Straße 39-45 in Niedersprockhövel beantragt hatte. Es wurde  damals schon beantragt und vom Ausschuss befürwortet, die Gebäudeteile Malakowturm (Gebäudeteil C), Werkstätten (Gebäudeteil D) und Maschinenhalle (Gebäudeteil E) zu zukünftig 26 Wohneinheiten, zwei Büroeinheiten und einer Galerie umzunutzen.

Erklärung :
Die Zeche Alte Haase ist eine ehemalige Kohlezeche in Sprockhövel und baute vom Anfang des 17. Jahrhunderts Kohle ab. Sie war einmal eines der größten Bergwerke Deutschlands und wurde am 30. April 1969 stillgelegt. Der Malakowturm steht seit dem 05. Juli 1983 unter Denkmalschutz, die übrigen Gebäudeteile wurden am 30. Mai 2005 in die Denkmalliste der Stadt Sprockhövel eingetragen.

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