Vorsicht, Betrugsmasche: Gefälschte ELSTER-Mails sorgen auch in Hattingen für Verwirrung

Die "Fake" Mail von Elster (Foto: RuhrkanalNEWS)
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Hattingen – Aktuell kursieren erneut gefälschte E-Mails im Namen von ELSTER, dem Finanzamt und teilweise auch dem Bundeszentralamt für Steuern. Auch Bürgerinnen und Bürger in Hattingen und im Ennepe-Ruhr-Kreis sollten wachsam sein. Die Betrüger locken mit angeblichen Steuererstattungen und wollen so an Bank- und Zugangsdaten gelangen.

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Was in den Mails steht

Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW und des offiziellen ELSTER-Portals geben sich die Absender als ELSTER, Finanzamt oder Bundeszentralamt für Steuern aus. Die Betreffzeilen variieren ständig, aktuell etwa “Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestätigt” oder “Amtliche Mitteilung zur Einkommensteuer”. Zum Teil sind Fristen genannt – so drängten Betrüger zuletzt darauf, eine angebliche Bankkarten-Freigabe bis zum 31. August 2026 zu bestätigen. Die Nachrichten enthalten oft Links oder PDF-Anhänge, über die Empfänger zur Eingabe von Steuernummer, IBAN, Kreditkartendaten oder ELSTER-Zugangsdaten aufgefordert werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass die Kriminellen in ihren Phishing-Seiten teils sogar Links auf echte ELSTER-Seiten wie das Impressum einbauen, um seriöser zu wirken.

Auch NRW-Finanzverwaltung warnt ausdrücklich

Das Landesfinanzministerium NRW bestätigt, dass derzeit vermehrt betrügerische Phishing-Mails im Namen der Finanzverwaltung mit Bezug auf ELSTER oder unter Verwendung des ELSTER-Logos verschickt werden. Wichtig: Eine offiziell wirkende Absenderadresse ist kein Echtheitsbeweis – Betrüger manipulieren Absendernamen und -adressen technisch. Die Finanzverwaltung fordert weder per E-Mail noch per SMS oder WhatsApp zu Rückzahlungen auf oder verlangt sensible Daten. Zahlungsaufforderungen der NRW-Finanzverwaltung werden ausschließlich schriftlich per Post versendet, nie per Mail.

Was Hattinger Bürger tun sollten

• Nicht auf Links oder Buttons in verdächtigen Mails klicken, keine Anhänge öffnen.
• Keine persönlichen Daten, Kontonummern, PIN oder ELSTER-Zugangsdaten per Mail übermitteln.
• Verdächtige Nachrichten unbeantwortet löschen oder als Spam markieren.
• Steuerliche Angelegenheiten ausschließlich direkt über www.elster.de oder das persönliche ELSTER-Konto prüfen – nie über einen Link aus einer E-Mail.
• Im Zweifel Rückfrage beim zuständigen Finanzamt halten. Für Hattingen ist das das Finanzamt Hattingen, Rathausplatz 19, 45525 Hattingen, telefonisch erreichbar unter 02324 208-0 bzw. über die einheitliche Behördenrufnummer 0211 1655 1655.
• Verdächtige E-Mails können an die Verbraucherzentrale NRW weitergeleitet werden.
• Wer bereits Daten auf einer gefälschten Seite eingegeben hat, sollte umgehend die Bank kontaktieren, die Karte über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen, das ELSTER-Passwort ändern und Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.

Hintergrund

Solche Phishing-Wellen im Namen von ELSTER treten seit Jahresbeginn 2026 immer wieder in neuen Varianten auf – die Kriminellen wechseln Betreffzeilen und Vorwände regelmäßig, um Filter zu umgehen (BSI, T-Online). Behörden und Verbraucherschützer raten übereinstimmend zu erhöhter Vorsicht bei jeder unerwarteten Mail, die eine Steuererstattung verspricht.

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