Radverkehr im Fokus: Podiumsdiskussion beim 10. Hattinger Fahrradfrühling

Podiumsdiskussion im Bürgerzentrum Holschentor: Radfahren in Hattingen (Foto ADFC Hattingen/Sprockhövel)

Hattingen – Die Zukunft des Radverkehrs in Hattingen stand im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion im Bürgerzentrum Holschentor. Auf Einladung des ADFC Hattingen/Sprockhövel informierten Baudezernent Jens Hendrix und Nahmobilitätsbeauftragter Johannes Fröhlich über aktuelle Planungen und Projekte zur Radinfrastruktur. Rund 30 Gäste beteiligten sich unter der Moderation von ADFC-Kreisvorstand Alfons Eilers an einem intensiven Austausch

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Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung des Ruhrtalradwegs, der im Zuge der IGA 2027 umfassend aufgewertet werden soll. Geplant sind unter anderem eine neue Ruhrpromenade, eine zusätzliche Rad- und Fußgängerbrücke zwischen Henrichspark und Rauendahl sowie neue Fahrradstraßen und verbesserte Anbindungen an die Altstadt. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.

Positiv bewertet wurde die Asphaltierung der Glückauftrasse im Jahr 2025. Kritik gab es hingegen am Umgang mit Fördermitteln im Zusammenhang mit einer nicht realisierten Anbindung an die Nierenhofer Straße, deren Umsetzung nun vorerst gescheitert ist.

Kontrovers diskutiert wurde die Sicherheit im Radverkehr. Themen waren unter anderem der zunehmende Konflikt in der Fußgängerzone, die Nutzung von E-Scootern sowie der schlechte Zustand vieler Wirtschaftswege. Auch steigende Unfallzahlen mit Fahrradbeteiligung im Ennepe-Ruhr-Kreis wurden angesprochen.

Bei den Stadtteilverbindungen standen insbesondere problematische Abschnitte in Richtung Welper, Blankenstein und Holthausen im Fokus. Der ADFC äußerte zudem deutliche Kritik an der Streichung einer Stelle für Mobilitätsmanagement im Ennepe-Ruhr-Kreis, wodurch Verzögerungen bei wichtigen Radverkehrsprojekten befürchtet werden.

Insgesamt sieht der ADFC Hattingen/Sprockhövel die Stadt Hattingen auf einem vergleichsweise guten Weg in Richtung Verkehrswende, kritisiert jedoch Rückschritte auf Kreisebene. Als Zeichen des Protests kündigte die Ortsgruppe an, 2026 kein eigenes Team beim STADTRADELN zu stellen. (RuhrkanalNEWS berichtete).

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1 Kommentar zu "Radverkehr im Fokus: Podiumsdiskussion beim 10. Hattinger Fahrradfrühling"

  1. Die Fußgängerzone gehört in erster Linie den Menschen, die sie zu Fuß nutzen. In Hattingen stellen diese – insbesondere ältere Menschen sowie Personen mit Einschränkungen – die deutliche Mehrheit dar.

    Viele Menschen mit Behinderung, vor allem mit Geh- oder Sehbeeinträchtigungen, empfinden Radfahrende und E-Scooter in Fußgängerzonen als potenzielle Gefahr. Besonders dann, wenn die Geschwindigkeit nicht angepasst ist, entsteht ein Gefühl von Unsicherheit im öffentlichen Raum.

    Davon betroffen sind nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Familien mit kleinen Kindern. Wenn Kinder sich nicht frei bewegen oder unbeschwert spielen können, weil das Risiko von Zusammenstößen mit Fahrrädern besteht, geht ein wichtiger Teil von Lebensqualität verloren. Ein von mir persönlich erlebter Vorfall, bei dem ein Kind nur im letzten Moment vor einer Kollision mit einem Radfahrenden bewahrt werden konnte, mag ein Einzelfall sein, sollte uns jedoch dennoch zum Nachdenken anregen.

    Ein zusätzliches Problem stellt die zunehmende Nutzung von E-Scootern dar, die unerlaubt in der Fußgängerzone unterwegs sind. Wirksame und regelmäßige Kontrollen scheinen bislang nicht stattzufinden, möglicherweise sind sie auch nur schwer umsetzbar. In diesem Zusammenhang stellt sich zudem die Frage, worin als „Verkehrsereignis“ eigentlich der Unterschied zwischen E-Bikes und E-Scootern in solchen Bereichen besteht?

    Das übergeordnete Ziel sollte eine barrierefreie und sichere Fußgängerzone sein. Diese Forderung richtet sich nicht gegen das Radfahren an sich, sondern ist ein Plädoyer für mehr Sicherheit für die große Mehrheit der Zufußgehenden – und damit für eine insgesamt höhere Lebensqualität in unserer Stadt.

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