Neujahrsempfang im Stadtmuseum: Viel Rückenwind – und große Aufgaben vor der Tür

Neujahrsempfang des Fördervereins Stadtmuseum Hattingen © ruhrkanalNEWS (Foto: Holger Grosz)

Hattingen – Volles Haus zum Start ins Jahr: Beim Neujahrsempfang des Fördervereins Stadtmuseum Hattingen mussten sogar noch Stühle herangeschafft werden. Gefühlt war „alles da“, was in Hattingen Kultur mitträgt – aktiv oder leise im Hintergrund als Publikum. Und genau diese Mischung aus Engagement und Verbundenheit setzte den Ton für ein Jahr, das für das Museum richtungsweisend wird.

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Museum als „Haus der Identität“ – und 2026 als strategisches Jahr

Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing stellte das Stadtmuseum als mehr dar als „ein Haus der Geschichte“: Es sei ein Ort, an dem Stadtidentität sichtbar werde – und zugleich ein Raum für Austausch über Kultur und Wechselausstellungen. Ihr besonderer Dank galt Museumsleiterin Gudrun Schwarzer-Jourgens, die Ende 2026 in den Ruhestand geht. Genau das mache 2026 zu einem „wichtigen strategischen Moment“:

  • Neue Museumsleitung suchen – nicht als reine Nachbesetzung, sondern mit der Frage: Wie positioniert sich das Museum künftig?
  • Dauerausstellung zur Stadtgeschichte überarbeiten – behutsam, aber entschlossen, mit neuen Perspektiven und zeitgemäßer Vermittlung
  • Gebäude in den Blick nehmen – es gebe erkennbaren Erneuerungsbedarf Witte-Lonsing betonte dabei ausdrücklich: Diese Weichenstellungen gelingen nur gemeinsam – Kulturverwaltung, Politik, Förderverein und Bürgerschaft.

Was der Förderverein trägt – und wo Nachwuchs fehlt

Ottfried Priegnitz machte greifbar, wie aktiv der Förderverein das Museumsleben anschiebt: Kulturcafé-Veranstaltungen, eine gut besuchte Filmreihe (vier Filme pro Jahr), Unterstützung von Ausstellungen – und als großer Kraftakt der Literaturpreis, der 2025 254 Einsendungen bedeutete: lesen, sichten, bewerten.

Gleichzeitig blieb er ehrlich beim Dauerthema: Mitgliedergewinnung. Der Altersdurchschnitt liege bei 70,8 Jahren – junge Menschen zu erreichen sei schwierig, aber entscheidend. Die Mitgliedschaft koste 24 Euro/Jahr. Für 2026 kündigte er u. a. eine Planungskonferenz am 2. Februar an, offene Vorstandssitzungen und neue Formate wie „raus aus der Schule, rein ins Museum“.

Hattingen als Wimmelbuch – mit Charme und Finanzierungsziel

Walter Ollenik warb humorvoll, aber klar für das Wimmelbuch Hattingen: Ein Projekt, das bewusst auch Kinder und Familien ansprechen soll – „unterhaltsam“ und trotzdem voller Stadt-Details. Die Größenordnung: rund 22.000 Euro. Nach seinem Stand seien 19.000 Euro bereits zusammen, es fehle noch der Rest. Erscheinungstermin: spätestens im Juni (Ziel). Sponsoren können – je nach Unterstützung – sichtbar werden.


Neujahrsempfang des Fördervereins Stadtmuseum Hattingen © ruhrkanalNEWS (Foto: Holger Grosz)

Rückblick 2025 – und ein prall gefüllter Fahrplan 2026

Museumsleiterin Gudrun Schwarzer-Jourgens dankte dem Förderverein und den vielen helfenden Händen – und gab einen kompakten Überblick: 2025 reichte das Spektrum von „Frauen im geteilten Deutschland“ bis zu Kunst- und Kooperationsausstellungen (u. a. mit Partnerhäusern) sowie der großen Ritter-/Burgenwelt mit starkem Zuspruch bei Kindern.

Für 2026 stellte sie einen konkreten Ausblick vor:

  • Februar: Schul-Kooperation (Gymnasium Holthausen)
  • März: Künstlerbund zu Gast
  • Juni/Juli: Foto-/Videoausstellung „Realität und Fiktion“ (Gudrun Kemser)
  • Sommer: Mitmachausstellung „Sommer, Sonne, Sand und Meer“ – wachsend durch Beiträge von Kitas, Schulen und Besuchenden
  • 30. August: geplantes Museumsfest
  • Herbst/Winter: Wanderausstellung aus Krefeld zu Messing-Entwürfen (bis Ende Januar 2027)

Kathleen Priegnitz: IGA 2027 – Region als „größtes Gartenfestival der Welt“

Kathleen Priegnitz schlug den Bogen zur IGA 2027: Eröffnung 23. April 2027, Ende 17. Oktober 2027, erwartete 2,6 Millionen Besucherinnen und Besucher. Das Konzept arbeitet auf mehreren Ebenen – von lokalen Mitmachprojekten bis zu großen Zukunftsgärten. Als Hinweis für Interessierte: Der Dauerkarten-Vorverkauf starte am 23. April.

Schlusswort: Dank – und ein Satz als Leitschnur

Im Schlusswort wurde allen Beteiligten gedankt: Bürgermeisterin, Museumsleitung, Vortrag, Musik – und dem Publikum. Offiziell endete der Empfang mit einem Satz von Ingo Zamperoni: „Bleiben Sie zuversichtlich.“

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