Hattingen – Pflücken erlaubt – und ausdrücklich erwünscht: An der Straße Im Tünken ist auf einer städtischen Fläche ein kleiner Naschgarten entstanden. Vier Hochbeete laden künftig nicht nur zum Anschauen ein. Wer vorbeikommt, darf sich bedienen, probieren und ernten.
In den Beeten wächst bereits einiges. Kürbisse zeigen die ersten Früchte, dazu kommen unter anderem Babyspinat, Erdbeeren und verschiedene Kräuter. Etwas ungewöhnlicher ist die Schokominze: Sie riecht tatsächlich nach Schokolade, schmeckt aber weiterhin nach Minze. Kleine beschriftete Steine zeigen den Besuchern, was in den einzelnen Bereichen wächst.
Schokominze (Foto: Holger Grosz, Ruhrkanalnews)

Die Idee für den Naschgarten hatten Jacqueline Stahl und Horst Toll. Beide leben in Blankenstein und wollten etwas schaffen, von dem auch andere Menschen im Stadtteil etwas haben. Gerade wer keinen eigenen Garten besitzt oder sich nicht mehr um einen kümmern kann, soll hier trotzdem ein kleines Stück Garten erleben können.
Dabei soll es nicht bei den Hochbeeten bleiben. Im Herbst sollen zusätzlich Obstbäume gepflanzt werden. Mit der Pflanzung wartet die Gruppe bewusst bis nach der großen Sommerhitze. Das erleichtert das Anwurzeln und reduziert zunächst den Wasserbedarf.
Lena Römer im Naschgarten (Foto: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)

So soll Im Tünken nach und nach eine kleine grüne Oase entstehen – und gleichzeitig eine Zwischenstation auf dem Weg zum Gethmannschen Garten. Spaziergänger, Anwohner oder Menschen, die mit ihrem Hund unterwegs sind, können vorbeischauen und sich vielleicht gleich einen kleinen Snack mitnehmen.
Damit das funktioniert, braucht der Naschgarten allerdings auch Menschen, die sich kümmern. Eine kleine Gruppe für die Pflege hat sich bereits gefunden, weitere Helfer sind willkommen. Besonders beim regelmäßigen Gießen wird Unterstützung benötigt. Interessierte können sich unter bl***********************@***il.com melden.
Gefördert wird das Projekt über den Verfügungsfonds „Blankenstein blüht“ mit Mitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Hattingen. Über den Fonds können kleinere Projekte aus der Bürgerschaft mit bis zu 2.500 Euro unterstützt werden.
Und eine Regel gibt es dann doch: Auch Hunde dürfen natürlich mitkommen – ihre Hinterlassenschaften gehören allerdings nicht in den Naschgarten.


























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