Gulasch, Gespräche und ein Kolibri auf zwei Flöten

Vesperkirche Tag 3 © ruhrkanalNEWS (Foto: Holger Grosz)

Hattingen – Tag 3 der Vesperkirche, Montag, 2. Februar: Heute gings ran an die „Bouletten“… die sich beim ersten Blick als Gulasch zu erkennen gaben. Mit Spätzle, Erbsen und Möhrengemüse – und irgendwo dazwischen hatten sich sogar kleine Spargelstückchen versteckt. Keine hübsch dekorierten Teller, kein Sternchen-Chichi. Dafür: etwas Ordentliches auf die Gabel. Solides Handwerk, so wie bei Oma – die es von ihrer Mutter gelernt hat. Und wenn irgendwo da draußen Fans von brauner Soße leben: Das war heute eure Chance.

Doch bevor überhaupt jemand „Nachschlag?“ sagen konnte, stand erst mal das Wichtigste im Raum: Ankommen. Und das war heute ein Empfang, der nicht nach Pflichtprogramm schmeckte, sondern nach ehrlicher Herzlichkeit. Ein motiviertes, freundliches Team – und das in einer Besetzung, die so nur in Hattingen funktioniert: Fahrrad Hecker, die Stadt Hattingen, Kollegen von der WAZ und der Kneipverein. Unterschiedliche Hintergründe, aber ein gemeinsamer Takt. Jeder packt an, jeder sieht, wo Hilfe gebraucht wird – und zwischendurch dieser Blick, der sagt: Schön, dass du da bist.

Die besondere Atmosphäre der Vesperkirche zeigt sich oft nicht in großen Worten, sondern in kleinen Mutmomenten. In einem Restaurant würden sich die wenigsten trauen, sich an einen halb besetzten Tisch zu setzen. Hier ist genau das gewollt – und genau deshalb passiert das Magische: Menschen rücken zusammen, ohne sich zu kennen. Ein kurzer Blick, ein freundliches Nicken, dann ein Stuhl, der zur Seite geschoben wird – und plötzlich sitzt niemand mehr allein. Gespräche entstehen, die sonst nie stattgefunden hätten. Nicht geschniegelt, nicht geplant – einfach echt.

Vesperkirche Tag 3 © ruhrkanalNEWS (Fotos: Holger Grosz)

Und dann kam noch ein Nachtisch, der mehr war als nur süß: die leckersten Waffeln aus ganz Hattingen. Und wer steckt dahinter? Natürlich die AWO Holthausen. Warm, duftend, goldbraun – diese Sorte Waffel, bei der man automatisch lächelt, noch bevor man abbeißt.

Zum Abschluss wurde es musikalisch – und die Musikschule betrat eine große Bühne, die es eigentlich gar nicht gab. Aber genau das ist das Schöne: In der Vesperkirche entsteht eine Bühne immer dort, wo Menschen zuhören. Es gab ordentlichen Applaus, und der kam von Herzen – kein „das gehört sich so“-Klatschen. Besonders blieb ein Stück hängen, das die Zuhörer wirklich zum Staunen brachte: ein Kolibri-Gezwitscher für zwei Blockflöten, von einer Musikschülerin selbst komponiert. Ein Moment, der leicht war wie ein Flügelschlag – und trotzdem lange nachklang.

Tag 3 fühlt sich an wie ein Versprechen, das eingelöst wird: Hier wird satt – am Tisch und im Herzen. Und jetzt die Frage, die schon leise in der Luft hängt:

Was bringt Tag 4 morgen? Seid ihr dabei? Sehen wir uns?

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