Hattingen- Hitzewellen, lange Trockenperioden, Starkregen und Hochwasser – die Folgen des Klimawandels sind auch in Hattingen längst spürbar. Um die Stadt besser auf diese Herausforderungen vorzubereiten, erarbeitet die Stadtverwaltung derzeit ein kommunales Klimaanpassungskonzept. Ein zentraler Baustein dabei: Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Ab sofort ist diese bis zum 28. Februar 2026 online möglich .
Ziel des Klimaanpassungskonzepts ist es, bis 2027 einen klaren Fahrplan zu entwickeln: Wo ist Hattingen besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen? Welche Risiken haben Priorität? Und welche konkreten Maßnahmen helfen, die Stadt widerstandsfähiger gegen Hitze, Trockenheit und Starkregen zu machen? „Das Konzept soll dabei ausdrücklich keine theoretische Bestandsaufnahme bleiben, sondern die Grundlage für konkrete Projekte und Investitionsentscheidungen der kommenden 10 bis 15 Jahre bilden“, heißt es aus dem Klimaschutzmanagement der Stadtverwaltung.
Herzstück der Beteiligung ist eine digitale Klima-Map. Hier können Bürgerinnen und Bürger Orte in Hattingen markieren, die aus ihrer Sicht bei der Klimaanpassung besonders berücksichtigt werden sollten – etwa stark aufgeheizte Plätze, gefährdete Bereiche bei Starkregen oder Hochwasser, aber auch kühle Rückzugsorte und konkrete Ideen für Verbesserungen. „Die Menschen vor Ort wissen am besten, wo es im Sommer kaum auszuhalten ist oder wo Wasser bei Starkregen zum Problem wird“, erklärt das Klimaschutzmanagement der Stadt. „Dieses lokale Wissen ist für uns enorm wertvoll. Es hilft uns, Prioritäten richtig zu setzen und gezielt dort zu handeln, wo der Handlungsbedarf am größten ist.“
Bereits Anfang Dezember fiel bei einer öffentlichen Auftaktveranstaltung im Stadtmuseum Hattingen in Blankenstein der offizielle Startschuss für das Klimaanpassungskonzept. Rund 70 Interessierte brachten sich an Mitmach-Stationen ein und schilderten ihre Wahrnehmungen: Hitzeinseln in der Innenstadt, aufgeheizte Gewerbegebiete und als prägendes Ereignis die Starkregenkatastrophe im Juli 2021 mit zerstörten Brücken, beschädigter Infrastruktur und erheblichen Schäden an privaten Häusern. „Mit dem Klimaanpassungskonzept wollen wir Risiken frühzeitig erkennen, Schutzmaßnahmen planen und Schäden möglichst vermeiden“, so das Klimaschutzmanagement. „Unser Ziel ist ein klimaresilientes Hattingen – und dafür brauchen wir die Erfahrungen und Ideen der Menschen, die hier leben.“
Eine Registrierung ist notwendig, um sich zu beteiligen. Die Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert.






























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