Hattingen – Die Feuerwehr Hattingen hat am vergangenen Samstag (25. April 2026) ihre Jahreshauptversammlung in den Räumlichkeiten der Feuer- und Rettungswache am Wildhagen abgehalten – und dabei wurde schnell klar: Hier geht es nicht nur um Zahlen und Berichte, sondern um Zusammenhalt, Engagement, Zukunft und vor allen: Menschen!
Den Auftakt machte Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing (SPD), die zahlreiche Ehrengäste sowie die Einsatzkräfte, die Jugendfeuerwehr, die Ehrenabteilung und auch die Partnerinnen und Partner herzlich begrüßte. In ihrer Ansprache schlug sie einen nachdenklichen, aber zugleich zuversichtlichen Ton an. Die aktuellen Entwicklungen hätten auch die Feuerwehren und Hilfsorganisationen vor neue Herausforderungen gestellt. Dabei stelle sich immer wieder die zentrale Frage: Halten wir zusammen – und halten wir das zusammen auch aus? Für Hattingen beantwortete sie diese Frage mit einem klaren Ja. Die enge und bewährte Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Kräften sei seit Jahren ein starkes Fundament für den Schutz der Bevölkerung.
Doch Worte allein reichen nicht, machte die Bürgermeisterin deutlich. Die Stadt Hattingen stehe weiterhin fest an der Seite ihrer Feuerwehr – auch mit konkreten Maßnahmen. So verwies sie auf den nun endlich startenden Neubau des Feuerwehrhauses für den Löschzug Nord, dessen Umsetzung sich über ein Jahrzehnt hingezogen hatte. Auch weitere Standorte seien bereits in Planung. Ein weiteres Beispiel: die kürzlich beschaffte moderne Brandschutzbekleidung. Diese sei kein „überflüssiger Schnickschnack“, sondern ein entscheidender Beitrag zur Sicherheit unserer Einsatzkräfte.
Einen Blick über die Stadtgrenzen hinaus warf Kreisbrandmeister Martin Weber. Er berichtete über die Arbeit der Feuerwehren im Ennepe-Ruhr-Kreis und hob besonders die aktive Mitwirkung der Hattinger Kräfte in Gremien und Arbeitsgruppen hervor. Zudem informierte er über den Fortschritt beim Bau des neuen Gefahrenabwehrzentrums, das 2027 in Betrieb gehen soll und künftig moderne Trainings- und Schulungsmöglichkeiten auch für die Hattinger Feuerwehrkräfte bieten wird. Zum Abschluss fand Weber klare Worte des Dankes – nicht nur an die Einsatzkräfte selbst, sondern auch an deren Familien und das private Umfeld: „Ohne diese Möglichmacher wäre vieles nicht leistbar.“
Feuerwehrchef Tomas Stanke knüpfte daran an und blickte auf ein arbeitsreiches, aber erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit rund 550 Mitgliedern – von der Kinder- und Jugendfeuerwehr über die Einsatzabteilung bis zur Ehrenabteilung – zeigte sich die Hattinger Feuerwehr breit und leistungsstark aufgestellt. Die Zahlen sprechen für sich: etwa 1.400 Einsätze im Bereich der Feuerwehr und rund 4.500 im Rettungsdienst. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, wurden neben den regulären Diensten rund 400 Aus- und Fortbildungen auf verschiedenen Ebenen absolviert. Stanke zeigte sich überzeugt, dass die Feuerwehr Hattingen auch künftig als starke Interventions- und Präventionseinheit aufgestellt ist – denn gerade Prävention gehöre seit jeher zur DNA der Feuerwehr.
Beförderungen und Ehrungen Fotostrecke: Feuerwehr Hattingen
Im zweiten Teil der Versammlung standen dann die Menschen im Mittelpunkt. Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen würdigten das Engagement verdienter Einsatzkräfte. Gleichzeitig wurden auch Führungswechsel vollzogen: Dirk Knäpper übergab die Leitung des Löschzugs Oberbrenscheid an Max Heuer, während Timo Beyer die Nachfolge von Thomas Gurski im Löschzug Niederwenigern antrat. Den Löschzug Mitte leiten nun die Kameraden Andre Bursian und Devin Müller.
Für Gurski selbst wurde es dabei noch einmal besonders feierlich: Für seine langjährige Arbeit als Löschzugführer und stellvertretender ehrenamtlicher Leiter der Feuerwehr wurde er mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbands ausgezeichnet – eine besondere Anerkennung seines Engagements.
Ein weiteres Highlight des Abends war die Ehrung von Werner Vordenbäumen für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Ein bewegender Moment, nicht zuletzt, weil Michael Willms als Präsident des Kreisfeuerwehrverbands gleichzeitig ein langjähriger Weggefährte aus gemeinsamen Zeiten in der Feuerwehr Witten ist und diese Ehrung vornahm.
Nach dem offiziellen Teil klang der Abend in lockerer Atmosphäre aus – bei Gesprächen, Erinnerungen und dem guten Gefühl, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein.









































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