Altstadtfest startet entspannt – Terrassen voll, Bühnen ziehen nach

17:30 Uhr offizielle Eröffnung (Foto: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)
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Hattingen – Das Altstadtfest 2026 ist am Freitagabend entspannt gestartet und hat sich im Verlauf des Abends (29. Mai 2026) Schritt für Schritt gefüllt. Während zu Beginn vor den Bühnen noch reichlich Platz war, zeigte sich in der Gastronomie bereits früh ein anderes Bild: volle Terrassen, dicht besetzte Kneipen und kaum freie Plätze.

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Die offizielle Eröffnung auf dem Kirchplatz ging in gewohnt lockerer Atmosphäre über die Bühne. Erstmals standen Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing (SPD), Thomas Stauder und Stadtmarketingchef Georg Hartmann gemeinsam auf der Bühne, um die Besucherinnen und Besucher des Altstadtfestes zu begrüßen. Für den musikalischen Startschuss sorgte die Band ExBack, die mit ihrem eingängigen Mix den Abend einläutete – zunächst noch vor einer eher kleinen, aber gut gelaunten Kulisse.

Typisch für die frühen Abendstunden verlagerte sich das Geschehen zunächst stärker in die Gastronomie als vor die Bühnen. Während in Teilen der Altstadt noch Bewegungsspielraum blieb, waren die Außenbereiche der Lokale nahezu durchgehend besetzt. Erst im weiteren Verlauf des Abends änderte sich dieses Bild spürbar.

Gegen 20.30 Uhr füllten sich die Veranstaltungsflächen zunehmend. Auf dem Kirchplatz wuchs das Publikum deutlich an, auch andere Bühnen entwickelten spürbar mehr Dynamik. Besonders im Krämersdorf zeigte sich, dass das neue Konzept mit der DJ-Bühne angenommen wird: Vor der Bühne wurde getanzt, die Stimmung war ausgelassen.

(Fotos: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)

Atmosphäre statt Perfektion

Auffallend bei den einzelnen Bands ist, dass es heute weniger um Perfektion ging als um Atmosphäre. So war im Kleinen Café die Beatles- und Folk-Mischung offenbar genau richtig gewählt. Nicht jede Stimme muss Weltklasse sein, wenn die Songs, die Stimmung und die Nähe zum Publikum passen. Dass sogar ein Lied für Betreiberin Janine gespielt wurde, zeigt genau das, was solche kleinen Bühnen ausmacht.

Dunkle Wolken und Regenschauer

Kurzzeitig ausgebremst wurde das Fest gegen 20.00 Uhr durch einen kräftigen Regenschauer. Innerhalb weniger Minuten suchten zahlreiche Besucher Schutz unter Vordächern, Schirmen und in Eingangsbereichen. Veranstaltungen wurden unterbrochen, Plätze leerten sich vorübergehend.
Dennoch zeigte sich auch in dieser Phase die besondere Atmosphäre des Altstadtfestes: Während viele Schutz suchten, tanzten vereinzelt Besucher weiter im Regen – ein Bild, das sinnbildlich für die Stimmung des Abends steht.

Und dann kam Aki…

Aki Löbbecke mit seinen Silly Souls of Music auf dem Kirchplatz ist und bleibt eine Institution des Altstadtfestes. Auch in diesem Jahr versammelten sich zahlreiche Besucher in den Abendstunden vor der Sparkassen-Bühne, um den vertrauten Sound zu hören. Die Besetzung wirkte dabei etwas kleiner und weniger verspielt als in manch früherem Jahr – doch genau darin lag auch eine gewisse Ruhe. Im Mittelpunkt stand klar die Sängerin, die mit Präsenz und Stimme den Auftritt trug und dem Abend ihren eigenen Stempel aufdrückte. Der Kirchplatz war gut gefüllt, aber angenehm durchlässig. Kein Gedränge, kein Schieben – eher ein gemeinsames Mitschwingen. Der Regenschauer zwischendurch hat die Reihen etwas gelichtet und dem Ganzen fast eine kurze Atempause verschafft.

Viel Gefühl und ruhige Gesten

Fast schon wie ein Gegenentwurf dazu wirkte das St.-Georgs-Viertel. Hier ging es nicht um große Bühne, sondern um Gefühl. Musiker, viele deutlich jenseits der 70, standen im warmen Licht und spielten die Songs, mit denen sie selbst groß geworden sind. Keine Effekte, keine Inszenierung – nur ehrliche Musik, getragen von Erfahrung. Alte Gitarren, ruhige Gesten, konzentrierte Blicke. Davor ein Publikum, das nicht zufällig stehen geblieben ist, sondern ganz bewusst genau hier sein wollte. Es sind diese leisen, unaufgeregten Momente, die einem Abend wie diesem Tiefe geben.

Der Auftakt macht deutlich

Das Altstadtfest ist angekommen – mit vollen Terrassen, wachsenden Besucherzahlen vor den Bühnen und einer insgesamt entspannten, positiven Stimmung.

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