Hattingen ehrt seine Sportfamilie – und feiert mehr als nur Medaillen

Die erfolgreichen Mannschaften bei der Sportlerehrung © ruhrkanalNEWS (Foto: Holger Grosz)

Hattingen – Es war kein Abend für steife Förmlichkeit, keine Veranstaltung mit viel Glanz und wenig Leben. Bei der Sportlerehrung in Hattingen standen am Freitagabend (20. März 2026) vielmehr genau die Menschen im Mittelpunkt, um die es im Sport wirklich geht: die Sportler, die Mannschaften, die Ehrenamtlichen – und das, was sie für diese Stadt bedeuten.

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Michael Heise, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Hattingen, begrüßte die Gäste und führte locker, direkt und angenehm ungekünstelt durch den Abend. Keine aufgesetzte Feierlichkeit, kein künstliches Protokollton-Gefühl – stattdessen eine Sprache, die zum Sport passte. Beweglich, nahbar, ehrlich. Turnschuhe statt Smokingnummer. So wirkte dieser Abend von Anfang an wie ein Treffen einer großen Sportfamilie.

Und diese Familie ist in Hattingen bemerkenswert breit aufgestellt. Geehrt wurden Erfolge aus ganz unterschiedlichen Disziplinen – vom Schwimmen über Triathlon, Fußball, Judo, Segeln und Rudern bis zum Boxen. Unter den Ausgezeichneten waren Einzelsportlerinnen und Einzelsportler mit starken Leistungen auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene ebenso wie erfolgreiche Teams, etwa aus dem Schwimmsport, Fußball und Triathlon. In den Ehrungslisten finden sich unter anderem deutsche Meisterschaftserfolge, internationale Platzierungen, ein Aufstieg in die 1. Bundesliga im Deutschen Mannschaftsschwimmen, der Aufstieg der Damenmannschaft des SuS Niederbonsfeld in die Landesliga sowie der Aufstieg des SG-Welper-Landesliga-Teams in die Verbandsliga.

Sportlerehrung © ruhrkanalNEWS (Fotos: Holger Grosz)

Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing würdigte in ihrer Rede genau das, was hinter Urkunden, Medaillen und Platzierungen oft verborgen bleibt: frühes Aufstehen, schmerzende Muskeln, eiserne Disziplin und der Wille, dranzubleiben. Sie machte aber auch deutlich, dass sportlicher Erfolg nie allein entsteht. Ihr besonderer Dank galt deshalb den vielen Ehrenamtlichen, die oft im Hintergrund wirken – beim Organisieren, Fahren, Waschen, Verwalten, Betreuen und Trainieren. Nicht als schmückendes Beiwerk, sondern als Fundament des Vereinslebens.

Und genau das war an diesem Abend zu spüren: Es ging nicht nur um Siege, sondern um Haltung. Um Menschen, die Zeit schenken. Um Vereine, die Kinder und Jugendliche auffangen, Gemeinschaft stiften und Integration ganz selbstverständlich leben.

Auch Michael Kreutz, Vorsitzender des Sportausschusses, schlug diesen Bogen zwischen Anerkennung und Auftrag. Er sprach über die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Stadtsportverband, über die schwierige Lage vieler Sportstätten und über das Ziel, mit klaren Prioritäten und Perspektiven an einer besseren Infrastruktur für den Sport in Hattingen zu arbeiten. Die Botschaft war klar: Der Sport soll gehört werden – und er soll in dieser Stadt auch in Zukunft eine verlässliche Heimat haben.

Dass der Abend trotzdem nie trocken oder schwer wurde, lag auch am Rahmenprogramm. Zwischen Redebeiträgen und Ehrungen sorgte das Tanzstudio Angels unter der Leitung von Khrystyna Liubar für Momente, in denen der Saal staunte. Die überwiegend aus der Ukraine stammenden Tänzerinnen und Tänzer, ergänzt durch Kinder und Jugendliche mit türkischen und anderen Wurzeln, zeigten eindrucksvoll, was in einer multikulturellen Gruppe entstehen kann, wenn Talent, Fleiß und Zusammenhalt aufeinandertreffen. Was die Kinder und Jugendlichen auf die Bühne brachten, war mehr als ein Showact. Es war Präzision, Ausdruck und Energie – großes Kino. Selbst die Kostüme, vielfach selbst genäht, machten deutlich, mit wie viel Hingabe hier gearbeitet wird.

Sportlerehrung © ruhrkanalNEWS (Fotos: Holger Grosz)

So wurde diese Sportlerehrung zu mehr als einer Preisverleihung. Sie war ein Abend, der zeigte, wie viel Kraft im Hattinger Sport steckt. Nicht nur auf dem Treppchen, sondern auch daneben. In den Vereinen. In den Trainingshallen. Auf den Plätzen. In den Familien. Und bei all denen, die mit anpacken, ohne dafür im Rampenlicht zu stehen.

Hattingen hat an diesem Abend nicht nur starke Leistungen geehrt. Hattingen hat sich ein Stück weit selbst gefeiert – als Stadt, in der Sport Gemeinschaft stiftet, Menschen verbindet und weit über das Ergebnis hinaus Wirkung entfaltet.

Top-Schwimmer:innen (SG Welper)

  1. Nils Woddow (geb. 14.01.2010, Herne): Mehrfacher Deutscher Vizemeister/Jahrgangsmeister (z. B. 50m Freistil 0:24,48 min, 100m Freistil), NRW-Titel, 3. Platz Staffel mit Jugend-Nationalmannschaft
  2. Dominik Vogel (geb. 16.12.1993, Bochum): NRW-Staffelmeister AK 100-119 4×50 F.
  3. Carla Pieper (geb. 13.02.2002, Bochum): NRW-Staffelmeisterin AK 100-119 4×50 F.
  4. Lasse Dumke (geb. 30.09.1998, Hattingen): NRW-Staffelmeister AK 80-99 4×50 L, Deutscher Vize-Hochschulmeister 200m Rücken (2:22,02 min).
  5. Paula Buß (geb. 09.07.2009): Deutsche Vize-Meisterin 4x200m Freistil; 
  6. Nadia Tudo Cubells (geb. 08.04.1997): Deutsche Vize-Meisterin 4x100m Lagen (weiblich), 3. Platz 4x200m Freistil (mixed), Weltmeisterschafts-Teilnahme;
  7. Olga Krysiak (geb. 07.06.1991): Top-Platzierungen Masters-EM (z. B. 4. Platz 800m Freistil);
  8. Niklas Ehlert (geb. 25.04.1997): 3. Platz Masters-WM AK 25 200m Rücken (2:18,76 min).
  9. Felix Nguyen (geb. 04.07.2002): 4. Platz Deutsche Masters AK 100+ 4x50m Freistil (mixed);
  10. Deniz Dogan (geb. 03.08.1996): 4. Platz Deutsche Masters AK 100+ 4x50m Freistil (mixed).
  11. Michelle Pschuk (geb. 03.08.2000): 1. Platz Deutsche Masters AK 80 4×50 Freistil (weiblich);
  12. Sabrina Krekeler (geb. 25.04.2003): 1. Platz Deutsche Masters AK 80 4×50 Freistil/Lagen (weiblich);
  13. Matthias Reketat (geb. 02.01.1989): 4. Platz Deutscher Vize-Meister AK 35 2,5 km Freiwasser
  14. Linus Sotke (geb. 12.07.2009): 4. Platz Deutsche Mannschaftsmeisterschaften Jugend A.

SV Hattingen (Schwimmen)

Jochen Lumbeck (2x 2. Platz AK 65), Alina Kruk (NRW-Meisterin), Nadine Specht (NRW-Meisterin), Lara Sophie Wagner (NRW-Meisterin), Isabel Stegmann (NRW-Meisterin)

Triathlon/Segeln/Rudern/Kampfsport

Anke Trilling (2. Platz EM Quadrathlon), Knut Belling (Weltmeister Vaurin), Kurt Wachkamp (2. Platz Strandsegel-EM), Mara Victoria Sandmann (2. Platz NRW/Bund), Mathilda Niemeyer (Vize-WM Junioren Judo), Michael Bruch (Deutsche Meisterschaft Boxen).

1. Schwimmen – 1. Damen (SG Welper): Aufstieg in die 1. Bundesliga „Deutsches Mannschaftsschwimmen“ (2025).

2. Fußball – Damen 1 (SUS Niederbonsfeld): Aufstieg in die Landesliga (20 Siege, 1 Niederlage, 105:15 Tore, 2025).

3. Triathlon – Landesliga-Team (2. Mannschaft, SG Welper): Aufstieg in die Verbandsliga (2025).

1. Dietmar Hantke (TUS Blankenstein)

2. Uwe „Berta“ Knop

3. Brigitte Hobein-Krohn

4. Marc und Julia Liesenfeld (SUS Niederbonsfeld)

5. Theo Schlüter (SF Niederwenigern)

6. Guido Lüning (Hattinger Ruderverein)

7. Anja Marker (Netz-Frei Hattingen)

8. Heinz Follrichs (VfL Niederwenigern)

9. Karl Görke (1. JJJC)

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