Hattingen – Schon vor der Tür war klar: Das hier wird kein trockener Informationstag (19. März 2026). Vor dem Eingang des Familienzentrums St. Christophorus stand die „Limetti“, die rollende APE-Espressomaschine, und begrüßte Besucher und Interessierte mit Kaffeeduft und einem offenen Empfang. Drinnen ging es genauso freundlich weiter. Der Förderverein hieß die Gäste willkommen, dazu kamen viele Infostände, Mitmachaktionen und jede Menge Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Der „Bunte Markt der Möglichkeiten“ machte seinem Namen alle Ehre. Das Familienzentrum stellte sich nicht nur selbst vor, sondern auch einige seiner Kooperationspartner. Eltern und Kinder konnten schauen, fragen, ausprobieren und ganz nebenbei entdecken, was es in Hattingen alles an Angeboten für Familien gibt. An einem Stand wurde gebastelt, an einem anderen gemalt, beim Arbeitskreis für Zahngesundheit durfte ein Krokodil gründlich die Zähne geputzt werden. Lernen mit Spiel und Spaß also, so wie es für Kinder am besten funktioniert.
Die Leiterin des Familienzentrums erklärte, dass es genau darum gehe: Familien die Möglichkeit zu geben, das Haus und seine Partner besser kennenzulernen. Der Markt sollte sichtbar machen, wie viele Angebote es gibt, die Kinder und Eltern im Alltag begleiten, unterstützen und stärken. Und er zeigte auch, dass ein Familienzentrum heute viel mehr ist als ein Ort, an dem Kinder betreut werden. Es ist Treffpunkt, Anlaufstelle und ein Stück gelebtes Miteinander.
Bunter Markt der Möglichkeiten © ruhrkanalNEWS (Fotos: Holger Grosz)



Ein wichtiger Schwerpunkt im St. Christophorus ist dabei das Thema Nachhaltigkeit. Die Kita ist Fairtrade-Kita – und auch das wurde an diesem Tag ganz praktisch gezeigt. Ein Stand des Eine-Welt-Ladens gehörte deshalb selbstverständlich dazu. Dort ging es nicht nur um fair gehandelte Produkte, sondern auch um die Frage, wie man Kindern schon früh einen bewussten Umgang mit Ressourcen vermittelt.
Die Fairtrade-Beauftragte berichtete, dass Themen wie Umweltbewusstsein, nachhaltiger Konsum und gerechter Handel fest in den Alltag der Einrichtung eingebunden sind. Für Kinder wird das nicht über trockene Theorie vermittelt, sondern über konkrete Projekte. Es geht um Baumwolle, aus der Kleidung entsteht, um Kakao und Bananen, aber eben auch um die Menschen dahinter und die Bedingungen, unter denen vieles produziert wird. Selbst Themen wie Kinderarbeit werden altersgerecht aufgegriffen. So hatten die Sternsinger etwa Spenden für Kinder in Bangladesch gesammelt, begleitet von kleinen Impulsen und Erklärungen, die den Kindern einen Zugang zu diesen großen Themen ermöglichen.
Auch beim Einkaufen wird das Thema greifbar. Gemeinsam wird nach Fairtrade-Siegeln geschaut, es werden Weltläden besucht und Produkte bewusst ausgewählt. So lernen schon die Jüngsten, dass ihr eigenes Handeln etwas mit der Welt zu tun hat.
Genau das machte diesen bunten Markt am Ende so besonders: Er zeigte, wie früh Bildung anfangen kann – beim gemeinsamen Basteln, beim Zähneputzen am Krokodil, beim Blick auf ein Fairtrade-Siegel oder einfach im Gespräch zwischen Eltern, Kindern und den Menschen, die dieses Familienzentrum mit Leben füllen. Kein großes Spektakel, sondern ein offenes Haus, viele gute Ideen und das ehrliche Bemühen, Kindern etwas fürs Leben mitzugeben.




























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