Düsseldorf/Ennepe-Ruhr-Kreis – NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) stellte am gestrigen Mittwoch (11. März 2026) in Düsseldorf für das Land NRW und Landrat Jan-Christoph Schaberick (SPD) stellte taggleich in Ennepetal die Verkehrsunfallstatistik im Ennepe-Ruhr-Kreis für das Jahr 2025 vor.
2025 ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreisgebiet um 1,26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Weiterhin gehören zu den Top 3 der gängigsten Hauptunfallursachen das Abbiegen/Wenden, die Vorfahrt/der Vorrang und die Geschwindigkeit. Trotzdem ist die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden, im Ennepe-Ruhr-Kreis sehr gering.
Landesweit wurden der Polizei im letzten Jahr rund 656.000 Verkehrsunfälle gemeldet, bei denen etwa 80.500 Personen verletzt wurden. In Hattingen wurden der Polizei im letzten Jahr 1.699 (Vorjahr (1.725) Verkehrsunfälle, in Sprockhövel 747 (Vorjahr 757) Unfälle angezeigt.

Bei diesem Unfall in Sprockhövel übersah ein Pkw-Fahrer beim Abbiegen einen entgegenkommenden Motorradfahrer. (Foto: Höffken)
479 Menschen sind im Straßenverkehr ums Leben gekommen, im Bereich der Kreispolizeibehörde Ennepetal waren es 8 Personen, zwei mehr als im Vorjahr.
Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis gut aufgestellt
Mit einer allgemeinen Unfallhäufigkeitszahl (UHZ – Grundlage ist hier die Anzahl aller Verkehrsunfälle im Verhältnis zur Einwohnerzahl) von 257 belegt die KPB Ennepe-Ruhr-Kreis den dritten Platz im Land. Bei der sogenannten Verunglücktenhäufigkeitszahl (VHZ), also der Anzahl aller Verunglückten im Verhältnis zur Einwohnerzahl, belegt der Ennepe-Ruhr-Kreis mit 322 den vierten Rang im Landesranking.
Erfreulicherweise belegt der Ennepe-Ruhr-Kreis mit einer Aufklärungsquote von über 77 Prozent bei Verkehrsunfallfluchten mit Personenschaden den ersten Platz.
Einen besonderen Fokus setzte der Landrat auch nochmal auf die umfangreiche Präventionsarbeit in der Behörde. Nicht nur die Kräfte der Verkehrsunfallprävention/Opferschutz gaben im zurückliegenden Jahr mehr als 400 Veranstaltungen zu Themen rund um die Verkehrssicherheit. Auch alle anderen Kräfte der Polizei, u.a. Bezirksdienst, Verkehrsdienst und der Wach- und Wechseldienst betreiben tagtäglich Präventionsarbeit.
Auch im Ennepe-Ruhr-Kreis muss bei allen Verkehrsteilnehmenden immer eins im Vordergrund stehen: Jeder will gesund nach Hause kommen.
Den Ausblick auf 2026 für die Polizei machte Klaus Vietor. Unter Beibehaltung der strategischen Ansätze der letzten Jahre, wie z.B.:
- Konsequente Verfolgung von erkannten Verkehrsverstößen
- Flächendeckende Geschwindigkeitsüberwachung durch verstärkten Technikeinsatz
- Durchführung direktionsübergreifender Sondereinsätze
- Überwachung des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs
- Fortführung der Kooperationen „Netzwerk Kradfahrer“
- Präventionsarbeit in Verbindung mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit unter Einbeziehung aller Altersgruppen
soll die Anzahl der Verkehrsunfälle weiter auf niedrigem Niveau gehalten bzw. gesenkt werden.





























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