Hattingen – „Ashes to go“ heißt es am Aschermittwoch, 18. Februar 2026, auf dem Untermarkt in Hattingen. Aschekreuze können dort von 12 bis 17 Uhr alle erhalten, die mögen. „Wir sind für alle vor Ort, nicht nur für diejenigen, die wir als Kirchgängerinnen und Kirchgänger kennen und die es an diesem Tag vielleicht nicht in die Kirche schaffen“, betont Sarah-Christin Uhlmann, Pastoralassistentin der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul, Hattingen. Sie ist Teil einer Gruppe von Katholikinnen und Katholiken, die an diesem Tag auch zu „einem Schwätzchen und einem Kaffee oder Kakao einladen“. Für die Heißgetränke sorgt ein ehrenamtliches Team mit Limetti, die in ein Kaffeemobil verwandelte grüne Ape der Pfarrei.
Zum ersten Mal gibt es eine solche „Ashes to go“-Aktion im Hattinger Zentrum wie sie im Bistum Essen zum Beispiel aus Bochum und Essen bekannt ist. „Wir möchten als Kirche – ganz im Sinne der Citypastoral – zu den Menschen kommen, da wo sie sind, wo sie ihren Alltag leben“, erläutert Sarah-Christin Uhlmann, „wir freuen uns, mit allen ins Gespräch zu kommen.“ Gerade der Aschermittwoch als offizielles Ende der Karnevalszeit und Beginn der 40-tägigen österlichen Fastenzeit biete Gelegenheit, sich noch einmal speziell Gedanken zu machen, was man selbst möglicherweise anders und was man vielleicht besser machen könne und wolle.
Die christliche Botschaft dahinter ist für die Pastoralassistentin klar: „Wer über sich selbst nachdenkt, was er oder sie braucht, was guttut, dass kann er oder sie selbst schaffen, weil Gott es so in ihm oder ihr angelegt hat. Zusammengefasst: Du siehst dich. Gott sieht mehr!“
Hintergrund
Die Tradition – ein Aschekreuz zu verteilen – geht bis in das 10. Jahrhundert zurück. Am Aschermittwoch wird die Asche im Gottesdienst gesegnet und dabei mit Weihwasser besprengt. Mit den Worten „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ oder alternativ den Worten Jesu „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ wird die Asche in Form eines Kreuzes auf den Kopf gestreut beziehungsweise in unserer Region als Kreuz auf die Stirn gezeichnet.






























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