Gewalt gegen Ehefrau – als Verbrechen angeklagt

Häusliche Gewalt: Ein in Hattingen lebender 43-Jähriger (Mitte) hat sich vor dem Landgericht zu verantworten, links ein Dolmetscher, rechts Rechtsanwalt Salewski. (Foto: Höffken)

Essen/Hattingen – Ein in Hattingen wohnhafter 43-Jähriger wurde von der Staatsanwaltschaft am heutigen Tage im Landgericht Essen (14. Januar 2026) beschuldigt, im März 2024 Gewalt gegen seine Ehefrau ausgeübt zu haben. Der Angeklagte, der von Rechtsanwalt Salewski verteidigt und von einem aus dem Arabischen übersetzenden Dolmetscher unterstützt wird, bestreitet alle Anklagevorwürfe.

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Der Angeklagte hatte seine zweite Ehefrau im Jahre 2022 nach muslimischem Recht und auch standesamtlich geheiratet, nachdem er von seiner ersten Ehefrau geschieden worden war. Im Januar 2024 wurde der gemeinsame Sohn geboren. Bei der Geburt, die im Westjordanland stattfand, gab es erhebliche Komplikationen, in Folge dessen die Ehefrau des Angeklagten intensivmedizinisch behandelt werden musste und wochenlang an den Folgen der Geburt zu leiden hatte.

Landgericht Essen (Foto: Höffken)

Nachdem der Angeklagte und seine Ehefrau nach Deutschland zurückgekehrt waren, muss die Harmonie in der jungen Ehe nicht lange angedauert haben. „Ich fühlte mich wie in einem Gefängnis, durfte keinen Kontakt haben und sollte sogar den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen“, sagte die Ehefrau des Angeklagten mit Unterstützung eines Dolmetschers unter Tränen aus. Inzwischen ist sie von ihrem Mann geschieden und lebt getrennt. Der Angeklagte soll nach Aussagen seiner Ehefrau geschildert haben, dass das Jahr, in dem er seine Ehefrau kennengelernt habe, für ihn ein Unglücksjahr gewesen sei, da er in diesem Jahr auch schwer erkrankte.

Im März 2024 soll es dann zu gewalttätigen Übergriffen des Angeklagten in der gemeinsamen Wohnung in Hattingen auf seine Ehefrau gekommen sein. Neben Schlägen mit einem Besenstiel kam es nach Aussage der Frau auch zu einem schweren sexuellen Übergriff gegen ihren Willen, den die Staatsanwaltschaft als Verbrechen bewertete. Auf die Nennung der im Gericht geschilderten Einzelheiten wird aus Anstandsgründen verzichtet.

Die XVI. Große Strafkammer beim Landgericht Essen hat drei Verhandlungstage bis zur Urteilsverkündung Ende Januar angesetzt. Die Vernehmung der Ehefrau konnte am heutigen ersten Verhandlungstag noch nicht beendet werden und wird fortgesetzt. Nach wie vor bestreitet der Angeklagte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Statistik: Im Jahre 2024 wurden der Polizei für das Stadtgebiet von Hattingen 86 Fälle häuslicher Gewalt angezeigt. Im letzten Jahr steigerte sich die Zahl um rund 13 Prozent auf 98 Fälle.

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