4 VERLETZTE NACH SCHWEREM UNFALL – PKW „FLIEGT“ GEGEN HAUSWAND

Eindrücke von der Unfallstelle an der Alten Bergstraße in Niedersprockhövel. (Foto und Collage: Höffken)

Sprockhövel – Bei einem schweren Verkehrsunfall am späten Samstagabend (6. November 2021) wurden in Niedersprockhövel vier Personen verletzt. Dem 34-jährigen Fahrer des PKW, einem 5er BMW, wurde später eine Blutprobe entnommen.

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„Wir dachten, unser Haus stürzt ein, als der BMW gegen die Hauswand knallte“, sagte eine Anwohnerin an der Unfallstelle zum en-reporter von RuhrkanalNews. Ein Augenzeuge berichtete, der PKW sei aus Richtung Holthausen mit „erheblicher Geschwindigkeit“ gekommen, hätte dann im Kreuzungsbereich Alte Bergstraße eine Laterne gestreift, die Straße verlassen, wäre durch Gebüsch, Sträucher und über einen Zaun geflogen und schließlich im Bereich eines tieferliegenden Carports vor eine Hauswand geknallt. Das Fahrzeug lag auf der Seite, eingeklemmt zwischen Bäumen und dem Carport, unter dem ein dort geparkter PKW noch beschädigt wurde.

„Ich bin sofort hingelaufen, habe den Notruf abgesetzt und begonnen, den Personen zu helfen, aus dem PKW zu kommen und Erste Hilfe zu leisten“, sagte der Augenzeuge. Die Polizei teilte in ihrem Pressebericht am Sonntagmorgen mit, dass sich neben dem Fahrer drei weitere Personen in dem PKW befanden, ein 58-jähriger Mann und zwei Frauen im Alter von 34 und 54 Jahren.

16 Einsatzfahrzeuge

Bereits nach kurzer Zeit trafen zahlreiche Einsatzfahrzeuge im Bereich an der Alten Bergstraße in Niedersprockhövel ein. Vier RTW, ein KTW, mehrere Notärzte, zahlreiche Polizeikräfte und 45 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer der Löschzüge Niedersprockhövel, Haßlinghausen und der Löschgruppe Obersprockhövel unter Leitung von Brandoberinspektor Jochen Neuhaus begannen mit den Rettungs- und Absicherungsmaßnahmen. Das Blaulicht von insgesamt 16 Einsatzfahrzeugen erleuchtete die Dunkelheit an der Bergstraße. Der Leiter der Feuerwehr Sprockhövel, Christian Zittlau, der Leitende Notarzt (LNA) sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) des Ennepe-Ruhr-Kreises wurden ebenfalls zur Einsatzstelle alarmiert.

Professionalität bei Polizei und allen Rettungskräften

Das von der Fahrbahn „abgekommene“ Unfallfahrzeug. (Foto: Höffken)

Die erforderlichen Maßnahmen aller Beteiligten und deren Zusammenarbeit zeugten dann von hoher Professionalität. Die Notärzte und zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes kümmerten sich um die verletzten Insassen und betreuten die „geschockten“ Hausbewohner. Die Verletzten wurden dann nach Erstversorgung in Krankenhäuser transportiert. Dem Fahrer des Unfallwagens wurde später eine Blutprobe entnommen, nachdem ein vorheriger Alko-Test an der Unfallstelle positiv ausgefallen war.

„Die Feuerwehrkräfte leuchteten zuerst die Unfallstelle aus und sicherten einen durch den PKW-Aufprall beschädigten Carport gegen Einsturz ab. Zahlreiche Sträucher und kleinere Bäume mussten dann abgesägt werden, um an den Unfallwagen heranzukommen und um die Batterie abzuklemmen. Vorher musste noch ein Metallzaun abgesägt werden“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Max Blasius.

Später wurde der Unfallwagen durch die Seilwinde eines Abschleppfahrzeuges aus dem tieferliegenden Gebüsch herausgezogen und abtransportiert. Die Kräfte der Polizei, die aufgrund der starken Einsatzlage an diesem Samstag aus dem gesamten Kreisgebiet unterstützten, begannen dann mit der Unfallaufnahme, der erforderlichen Dokumentation und mit den Ermittlungen zum Unfallhergang. Die Bergstraße war während des Einsatzes an der Unfallstelle beidseitig gesperrt. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.

Für alle ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte kein gemütlicher Samstagabend zuhause.

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