Wenn Helfen verbindet: Unternehmen in der Vesperkirche

Vesperkirche das Team von der AVU © ruhrkanalnews (Foto: Holger Grosz)

Hattingen – Letzter Tag der Vesperkirche – und trotzdem wirkt es, als würde hier gerade erst etwas anfangen. Ein vertrautes Bild in der Kirche: bekannte Gesichter, neue Gesichter, Menschen, die das Angebot nutzen, weil sie Hunger haben – nach einem warmen Essen, nach einem Gespräch, nach einem Ort, an dem niemand komisch guckt. Auf den Tischen dampft Hirschgulasch, es wird gelacht, genickt, erzählt. Und mittendrin: Teams aus Unternehmen, die nicht einfach „unterstützen“, sondern richtig anpacken.

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Denn die Vesperkirche lebt nicht nur von Spenden oder guten Worten, sondern von Menschen in Schürzen. Von Gruppen, die geschlossen kommen, sich einteilen, Tabletts tragen, Kaffee nachschenken, freundlich bleiben – auch wenn’s stressig wird. Am letzten Tag sind unter anderem Mitarbeitende der AVU im Einsatz, außerdem habe ich auch Helfer der Stadtbibliothek gesehen. Man merkt: Hier rücken nicht Einzelne an – hier kommen Teams.

Stellvertretend für viele dieser Betriebe habe ich mit Frau van der Ley von der AVU gesprochen. Für die AVU ist es bereits das zweite Jahr bei der Vesperkirche – und das Spannende: Helferinnen und Helfer zu finden sei diesmal sogar leichter gewesen als gedacht. Im vergangenen Jahr waren es zwölf, die helfen wollten – in diesem Jahr hatten sich wieder dieselben Kolleginnen und Kollegen gemeldet. Doch weil insgesamt so viele Helferinnen und Helfer zusammenkamen, musste die AVU sogar ein paar absagen. Am Ende waren sieben im Einsatz.

Für Außenwirkung oder Image, sagt Frau van der Ley, sei die Aktion für ein Unternehmen wie die AVU „zu klein“ – aber genau das macht ihre Antwort so ehrlich: Der Gewinn liegt nicht draußen, sondern drinnen. Im Team. Im Miteinander. In den Gesprächen, die man im Arbeitsalltag oft nicht führt. Im Gefühl, Kollegen neu kennenzulernen – und danach einfacher aufeinander zuzugehen. Wege werden kürzer, Hemmungen kleiner, Verständnis größer. Teambuilding, das nicht auf Flipcharts passiert, sondern zwischen Kaffeekanne und Kuchenteller – und spürbar in den Alltag zurückstrahlt.

Und dann ist da noch dieser Satz, der hängenbleibt: Dieser besondere Geist, sagt sie, mit all den unterschiedlichen Menschen – „groß, klein, dick, dünn, arm, reich“ – die hier zusammenkommen und eine Freude ausstrahlen. Für sie persönlich gebe das „richtig viel“: Menschen zu bewirten, zu begrüßen, willkommen zu heißen. Weil es das Herz stärkt. Ihr Fazit ist deshalb keine PR-Formel, sondern eine Einladung: Mitmachen lohnt sich – für die anderen, aber auch für einen selbst.

Vesperkirche Tag 9 © ruhrkanalnews (Fotos: Holger Grosz)

Vielleicht ist das das schönste Resümee dieses letzten Tages: Die Vesperkirche ist nicht nur ein Ort, an dem geholfen wird. Sie ist ein Ort, an dem Helfen verbindet – zwischen Gästen und Ehrenamt, aber eben auch zwischen Kollegen, die sonst im Alltag aneinander vorbeilaufen. Und wenn eine Aktion in nur einem Jahr so viel „Spirit“ verbreitet, dass Helfende eher zu viele als zu wenige sind, dann ist das mehr als ein guter Abschluss. Dann ist es ein Zeichen: Hattingen kann das. Gemeinsam.

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