Kleine Künstler, große Ideen: Arche Noah wird zur Galerie

Die Galerie der Kinder aus der Kita Arche Noah in Blankenstein © ruhrkanalNEWS (Foto: Holger Grosz)

Hattingen – Gelb plus Blau – und plötzlich ist da Grün. So simpel startet es, und doch ist es der Anfang von etwas Größerem: Im Kindergarten Arche Noah in Blankenstein endete am 13. Februar ein sechswöchiges Kreativprojekt, bei dem Kinder nicht „basteln“ sollten, sondern Kunst erleben durften – mit allen Sinnen, ohne Regeln, mit ganz viel Mut zum Ausprobieren.

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Das Projekt trägt den Titel „Kleine Künstler, große Ideen“ und wurde durch die Gelsenwasser-Stiftung mit etwas über 2.000 Euro gefördert. Der Förderverein der Kita stockte zusätzlich um rund 600 Euro auf, um ein kreatives Atelier aus Langenberg einzubinden: den „Freiraum“, der einmal pro Woche mit einem großen Angebot vor Ort war – und einmal pro Woche kamen die beiden Inhaberinnen direkt in die Kita. Ziel: Kindern einen neuen Zugang zu Materialien, Kunst und eigener Ausdruckskraft zu eröffnen – und nebenbei das Selbstwertgefühl zu stärken.

Farben fühlen, nicht nur sehen

In Woche eins drehte sich alles um Farben: Mischen, entdecken, staunen. „Wie fühlt sich eine Farbe an?“ war dabei nicht nur haptisch gemeint, sondern auch emotional: Welche Farbe passt zu welchem Gefühl? Ein Highlight war die Farbschleuder: Papier eingespannt, Farbe drauf – und dann wird per Kurbel so schnell gedreht, bis aus Klecksen Wirbel werden. Für viele Kinder der absolute Hit.

Drucken, stempeln, Spuren hinterlassen

In der zweiten Woche ging es ums Stempeln, Stanzen und Drucken. Stempel wurden selbst gebaut, es gab Linoldruck– und große Stanzen, mit denen sich Materialien ausformen ließen. Hier wurde nicht geschniegelt gearbeitet, sondern getestet: Was druckt wie? Was hinterlässt welche Spur? Und warum sieht ein Abdruck manchmal „aus Versehen“ besser aus als geplant?

Waldatelier, Skulpturen und Kunst im Freien

Dann kamen Naturmaterialien: im Wald sammeln, arrangieren, kleben, legen, Abdrücke in Knete machen. Es folgte die Skulpturen-Woche mit Ton, Knete und lufttrocknender Modelliermasse – inklusive gebrannter Tonschälchen aus dem Freiraum-Angebot. Sogar die U3-Kinder hatten ihren eigenen Zugang: inspiriert vom Maulwurf, „der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“, wurden aus Materialien Formen modelliert, die Kinder eben spannend finden – ohne peinliche Erwachsenenbrille, dafür mit umso mehr Kreativität.

In Woche fünf hieß es: Kunst nach draußen. Neu angeschaffte Outdoor-Staffeleien, große Kreideroller und gemeinschaftliche Kunstwerke auf dem Außengelände machten sichtbar, wie sehr Kinder in Gruppen gestalten können, wenn man sie lässt.

Fotostrecke ©ruhrkanalNEWS (Fotos: Holger Grosz)

Die Ausstellung: kindlich, klug, selbstbewusst

Den Schlusspunkt setzte die sechste Woche – und die hatte es in sich. Die Kinder bildeten einen kleinen Kinderrat und entschieden selbst, wie ihre Werke präsentiert werden. Der Turnraum wurde zur Ausstellungshalle: Turnmatten lehnten an den Wänden und wurden zu Ausstellungsflächen. Ein großer Karton stand mitten im Raum – ebenfalls kreativ gestaltet – und ringsherum lagen Arbeiten der Kinder. Alles, was da war, wurde genutzt. Einfach, zwanglos, praxisnah – und zugleich erstaunlich souverän.

Und das Beste: Die Kinder machen auf Wunsch sogar Führungen, wenn Eltern sich die Ausstellung ansehen. Nicht geschniegelt wie im Museum – sondern wie es sein soll, wenn Kinder Kunst zeigen: stolz, direkt und ohne falsche Bescheidenheit.

Für die Beteiligten vom Freiraum war das Projekt zugleich ein Pilot: In dieser Form in einer Kita zu arbeiten, kannten sie so noch nicht. Nach den sechs Wochen steht für sie fest: Das Modell hat funktioniert – und soll künftig auch anderen Kitas angeboten werden.

Im Arche Noah hat es jedenfalls etwas ausgelöst: Sechs Wochen lang war Kunst nicht „Programm“, sondern Freiraum. Und genau daraus sind sie entstanden – die kleinen Künstler und ihre großen Ideen.

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