WIR FREUEN UNS ÜBER JEDEN DER DAS ALTE RATHAUS NUTZT

Frank Strohdiek von ruhrkanalNEWS im Gespräch mit Beate Schiffer (Foto: ruhrkanalNEWS)

Hattingen- „Wir würden es sehr gerne sehen, wenn der Kultur Klub das Alte Rathaus nutzt und dort Kleinkunstveranstaltungen auf die Beine stellt“, sagt Beate Schiffer. „Das Problem ist aber, der Verein ist noch gar nicht gegründet.“ Die Kulturdezernentin der Stadt macht keinen Hehl daraus, dass sie sich über Berichte ärgert, in denen behauptet wird, dass die städtische Verwaltung hier bremst. So wurde berichtet, dass die Vergabeordnung einer Nutzung durch den noch zu gründenden Kultur Klub im Wege steht. Doch die Auskunft ist auch hier ganz eindeutig: Die Miete der Räumlichkeiten kostet 75 Euro pro Tag/Veranstaltung, außerdem muss ein städtischer Hausmeister während der Veranstaltung anwesend sein, der mit 25 Euro pro Stunde berechnet wird.

„In ersten Gesprächen äußerten sich Vertreter des geplanten Kultur Klubs, dass sie bis zu acht Kleinkunstveranstaltungen pro Jahr organsieren könnten“, berichtet Beate Schiffer. „Das wäre eine tolle Ergänzung zu den Veranstaltungen der anderen Vereine und Organisationen.“ Diese Idee wird von Bürgermeister Dirk Glaser demzufolge ausdrücklich unterstützt. Gleichzeitig macht sie aber auch deutlich, dass Vermietungen des Alten Rathaus an Privatleute nicht möglich sind und dass die Schlüsselgewalt immer bei der Stadt bleibt. Und der erste Grund ist die Ursache dafür, dass der Kultur Klub erst Zusagen für Termine bekommt, sobald er sich gegründet hat. Warum das nach so vielen Monaten noch nicht geschehen ist, ist Beate Schiffer nicht bekannt.

Zu der ebenfalls bereits von Künstlern diskutierte Idee, das Alte Rathaus in ein selbständiges Kulturzentrum zu verwandeln, das dann die gesamten Veranstaltungspalette organisiert, um von städtischen Arbeitszeiten unabhängiger zu werden, möchte sich die Kulturdezernentin nicht äußern. „Das müsste dann die Politik entscheiden, eine derartige Neuausrichtung ist keine Verwaltungsangelegenheit.“ Doch zwischen den Zeilen wird deutlich, dass Beate Schiffer die Idee für nicht wirklich praktikabel hält. Angesichts der vielen Vereine die die Räume nutzen und der zahlreichen Trauungen die im Gebäude stattfinden, eine nachvollziehbare Sichtweise. Außerdem gibt es bei der Verwaltung eine Stelle, die die Terminplanung koordiniert. Doch eins ist auch klar, wenn es darum geht die Weichen in Richtung Kleinkunstveranstaltungen im Alten Rathaus zu stellen, liegt der nächste Schritt beim Kultur Klub. Eine Gründungsversammlung für den Verein ist inzwischen jedenfalls überfällig.

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