WIEDER BRAND IN DER WERKSTRASSE

Erneuter Feuerwehreinsatz in der Werkstrasse (Foto: Jens Herströter)

Hattingen – Am gestrigen Dienstag wurde um 20.50 Uhr wieder ein Brand im Obdachlosen- und Asylantenheim an der Werkstraße gemeldet. Bedingt durch die Meldung alarmierte die Kreisleitstelle neben dem hauptamtlichen Löschzug fünf freiwillige Einheiten. Vor Ort war eine Rauchentwicklung im zweiten Obergeschoss des Gebäudes erkennbar. Einige Personen befanden sich bereits vor dem Gebäude. Zur besseren Koordination bildete der Einsatzleiter drei Einsatzabschnitte. Von der Straßenseite wurde die Drehleiter in Stellung gebracht. Hierüber ging ein Trupp zur Brandbekämpfung direkt in das betroffene Zimmer vor. Zwei weitere Trupps unter schwerem Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung und Menschenrettung über den Treppenraum vor. Der Bewohner des betroffenen Zimmers galt zunächst als vermisst, befand sich aber bereits außerhalb des Gebäudes.

Bildschirmfoto 2016-04-13 um 10.54.50Da im gesamten zweiten Obergeschoss eine Verrauchung feststellbar war, übernahmen gleichzeitlich weitere Einsatzkräfte unter Atemschutz die Räumung des Gebäudes. Insgesamt wurden rund 170 Menschen aus dem Gebäude evakuiert. In Zusammenarbeit mit der Polizei erfolgte eine vorübergehende Unterbringung in den Räumlichkeiten der nahegelegenen Polizeiwache. Durch den massiven Kräfteansatz und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand auf den Entstehungsort begrenzt werden. Die Löscharbeiten wurden mit zwei C-Rohren durchgeführt. Das getroffene Zimmer wurde nach den Löschmaßnahmen ausgeräumt um etwaige Glutnester aufzufinden. Bedingt durch die starke Rauchentwicklung und die damit verbundene Rußbildung sind Teilbereiche des zweiten Obergeschosses derzeit nicht bewohnbar. Um eine Ersatzweise Unterbringung von ca. 30 Personen kümmern sich Mitarbeiter der Stadt. Hattingens Bürgermeister Dirk Glaser machte sich vor Ort selbst ein Bild von den laufenden Einsatzmaßnahmen. Nach dem das Feuer gelöscht war und Lüftungsmaßnahmen eingeleitet wurden, kontrollierten die Einsatzkräfte alle Räumlichkeiten und führten Luftmessungen durch. Der mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug anwesende Rettungsdienst brauchte glücklicherweise nicht tätig werden.

Nach drei Stunden konnten die 65 Einsatzkräfte wieder einrücken. Im Laufe der Nacht wurde noch eine Brandnachschau durchgeführt.

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