VOR UND NACH STURM „SABINE“

Sturm Sabine über Hattingen (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen-  Der Deutsche Wetterdienst hat nach Orkantief „Sabine“ die Warnung herabgestuft. Bis Dienstagabend sind weiterhin Sturmböen möglich. Parkanlagen und Wälder sollten gemieden werden, da dort nach wie vor ein erhöhtes Risiko vorherrscht. Äste können brechen und unter Umständen auch Bäume umstürzen, darauf weist die Stadt hin.

Die Hattinger Schulen und Kitas nehmen ab morgen Dienstag, 11. Februar wieder ihren normalen Betrieb auf. Auch die Sportplätze sind wieder geöffnet. Sollten Eltern den Schulweg trotz des nachlassenden Sturmes für unsicher halten, obliegt es ihnen zu entscheiden, ob die Kinder zur Schule gehen.

„Ich bin froh, dass wir den Sturm gut überstanden haben und keine Personen zu Schaden gekommen sind. Unsere Empfehlung an die Schulen, keinen Unterricht stattfinden zu lassen, war richtig. In den städtischen Kitas konnten wir allen Eltern, die trotz Sturmes arbeiten mussten, eine Kinderbetreuung anbieten. Rund ein Drittel haben davon Gebrauch gemacht,alle anderen, die es ermöglichen konnten, haben ihre Kinder daheim betreut, wo es trotz des nachlassenden Sturms am sichersten war“, so Bürgermeister Dirk Glaser.

Hattingens Feuerwehrchef Tomás Stanke ist froh, dass das Unwetter Hattingen nicht so stark wie erwartet getroffen hat. „Wir hätten ein Team von mehr als 140 Einsatzkräften sofort in den Einsatz bringen können. Alleine diese Gewissheit ist sehr beruhigend“, so Stanke. Er und Bürgermeister Dirk Glaser bedanken sich bei den Einsatzkräften der Feuerwehr und der Stadt, die innerhalb kürzester Zeit bereitstanden.

Vorläufige Schadensbilanz durch Sturm „Sabine“

Städtische Gebäude

An drei Verwaltungsgebäuden darunter das Rathaus und zwei an der Roonstraße, einer Turnhalle und zwei Grundschulen sind Schäden am Dach entstanden, aber die Gebäude können weiterhin genutzt werden.

Grünanlagen

Bislang hält sich der Schaden an Hattingens Bäumen in Grenzen. An der Schulenbergstraße, die durch den Wald führt, sind vier Bäume umgestürzt. Die Straße war bereits gestern vorsorglich gesperrt und bleibt es auch noch mindestens bis morgen. Weitere Einsätze wegen Astbruchs gab es an der Isenbergstraße und an der Gesamtschule in Welper. Der Fachbereich Stadtbetriebe und Tiefbau ist noch damit beschäftigt Schäden an Bäumen im Stadtgebiet aufzunehmen.

Feuerwehreinsätze

Insgesamt hat die Feuerwehr Hattingen von Sonntagmittag bis Montagmorgen 10 wetterbedingte Einsätze erfolgreich abgeschlossen.

Eine umfangreichere Einsatzstelle befand sich auf der Marxstraße in Welper. Hier hat ein umstürzender Baum die Straßenbeleuchtung auf rund 100 Metern heruntergerissen. Der Baum selbst stürzte auf einen Kleintransporter und beschädigte diesen sowie einen weiteren, parkenden PKW. Personen kamen nicht zu Schaden. Eine weitere Einsatzstelle befand sich auf der Isenbergstraße. Hier lagen zwei kleinere Bäume auf der Fahrbahn.

Kreishaus des Ennepe-Ruhr-Kreises in Schwelm (Archivbild: Strohdiek)

117 Einsätze im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis

117 Einsätze – so lautete am Montag die Orkan-Sabine-Bilanz für den Ennepe-Ruhr-Kreis. „Nur 117“, so Christian Zittlau. Wie viele andere hatte auch der stellvertretende Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung nach den Vorhersagen der Wetterexperten mit deutlich mehr Arbeit für Feuerwehren und Rettungsdienst gerechnet.
 
Seit Sonntagnachmittag und bis Montagmorgen leitete Zittlau gemeinsam mit Mario Rosenkranz das Lagenzentrum im Schwelmer Kreishaus. Hand in Hand mit den Feuerwehren in den neun Städten wurden von hier die Aktivitäten von bis zu 600 Einsatzkräften – darunter auch die des THW und verschiedener Hilfsorganisationen – gesteuert.
 
„Sturmbedingte Unfälle und Verletzte waren erfreulicherweise komplett Fehlanzeige. Stattdessen ging es ´nur´ um abgebrochene Äste, einige umgestürzte Bäume und lose Fassaden- und Dachteile“, bilanzier Zittau. Damit war Sabine weit von den folgenschwereren Stürmen Kyrill, Ela oder Friederike entfernt.
 
Zusammen mit Landrat Olaf Schade dankt Zittlau allen Beteiligten für ihr ihr tatkräftiges Handeln zum Schutze der Bürger im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Alle waren unter Einsatz ihrer Gesundheit und zu Lasten von Beruf und Familie im Einsatz und haben Menschenleben geschützt. Professionell, leistungsfähig und hilfsbereit.“ Die Menschen zwischen Hattingen und Breckerfeld, Herdecke und Schwelm hätten sich erneut auf hauptamtliche und ehrenamtliche Helfer verlassen können.

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