SWINGERCLUB EVAKUIERT – GROSSEINSATZ IM HAMMERTAL

Erstversorgung der verletzten Personen an der Burg Kemnade (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Dieser Abend endete völlig anders, als sich das so mancher gedacht hatte: Anstatt eines vergnüglichen Schäferstündchens im Swingerclub am Steinenhaus an der Stadtgrenze zwischen Hattingen und Witten, rückten Feuerwehr und Rettungsdienst an. Der Swingerclub musste evakuiert werden. Mehrere Personen kollabierten gegen 21 Uhr.

Im RuhrkanalNEWS Filmbeitrag wurden selbstverständlich Personen unkenntlich gemacht.

Verdacht einer CO-Vergiftung

Relativ schnell war klar: Feuer oder gar eine Explosion sind nicht die Ursache. Was genau es aber ist, steht auch einige Zeit nach dem Beginn des Einsatzes noch nicht fest. Fakt ist: Ein Notlazarett wurde auf dem Parkplatz an der Burg Kemnade aufgebaut. Dort fand die Erstversorgung statt. Immerhin mussten nach Aussagen der Leitstelle etwa 350 Personen evakuiert werden – die meisten von ihnen in einem sehr dürftigen bis gar nicht bekleideten Zustand. Einige Gäste bibberten vor Kälte, deshalb wurden mehrere Linienbusse der BOGESTRA als Notunterkunft bereitgestellt. Rund 160 Einsatzkräfte sind vor Ort, von sieben bis elf Verletzten ist die Rede. Diese seien aber wach und ansprechbar. Im Club werden Messungen durchgeführt um zu klären, was überhaupt passiert ist. Es liegt der Verdacht einer CO-Vergiftung nahe. Die Feuerwehr ging unter schwerem Atemschutz in das Gebäude und veranlasste dementsprechend die Evakuierung. Es wurde Großalarm für den Rettungsdienst im EN-Kreis ausgelöst.

Evakuierung am Steinenhaus (Foto: RuhrkanalNEWS)

Der Besitzer des Swingerclubs soll sich übrigens gut um seine Gäste gekümmert haben. Gegen 23.30 Uhr konnten die Besucher in das Gebäude zurückkehren und sich auch wieder anziehen. Die Lust dürfte ihnen nach diesem Einsatz für heute allerdings vergangen sein. Für die Zeit des Einsatzes war der Straßenbereich um Burg Kemnade sowie der Kreuzungsbereich großräumig abgesperrt. Die Polizeikräfte forderten die zahlreichen Vertreter von Zeitung, Funk und Fernsehen wiederholt auf, keine erkennbaren Bilder der auf der Straße stehenden über 300 Swingerclub-Gäste zu veröffentlichen.

Foto: RuhrkanalNEWS
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