„SPORTHÖVEL“ SPIELT IN DER 1. FUßBALLBUNDESLIGA

Sprockhövel – Einen ganz besonderen Erfolg feiert die TSG Sprockhövel. Der Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga ist nun endlich gelungen. Was für viele Spieler immer ein Traum bleiben wird, hat die A-Jugend nun geschafft. Die Spieler haben den Aufstieg im letzten Spiel der Saison mit einem Unentschieden endgültig perfekt gemacht. Nach der Hinrunde hatte es noch so ausgesehen, als ob die TSG nur ihr Saisonziel „Klassenerhalt“ erreichen würde. Doch dann legten die Kicker der TSG eine Rückrunde hin, die sich gewaschen hatte. In der zweiten Saisonhälfte bleibt die A-Jugend der TSG ungeschlagen. Der Aufsteiger der Westfalenliga marschiert mit dieser außergewöhnlichen Leistung durch und steigt direkt in die höchste Klasse auf.

Auf dem „Balkon“ des Sprockhöveler Rathauses haben die Spieler ihren Erfolg gebührend gefeiert. Bürgermeister Ulli Winkelmann hat keine Sekunde gezögert und für die Feier Platz in seinem Büro geschaffen. Freitag Abend um 19 Uhr schließt er das Rathaus extra auf, damit die A-Jugend ausgelassen ihren Erfolg feiern kann. Damit die grandiose Saison auch für Besucher der Sportanlage sichtbar wird, gibt es von der Stadt einen Banner. „Das ist ein ganz besonderer Termin, für den ich gerne die Rathaustüren öffne,“ sagt Ulli Winkelmann, bevor er mit den Spielern ins TSG Vereinsheim fährt, wo die offizielle Feier stattfindet. „Ich werde, wie bisher, versuchen, möglichst viele Spiele der A-Jugend , aber auch der anderen Mannschaften, zu sehen. Das ist für mich ein willkommener Ausgleich zu den vielen Terminen, die ich dienstlich wahrnehmen muss.“

RuhrkanalNEWS: Dieser Pokal wiegt ca. 40 kg und ist einer der ältesten im Deutschen Fußball

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Viele Spieler in der kommenden Saison bei den Senioren

Aus der Hand des Staffelleiters bekommt die Mannschaft den rund 40 Kilogramm schweren Pokal überreicht. Die Trophäe ist eine der ältesten, die im deutschen Fußball vergeben wird. Alle Mannschaften die seit 1964 den Titel in der Westfalenliga geholt haben, sind auf dem Sockel verewigt. Um auch die TSG aufführen zu können, musste eine weitere Platte unter den Pokal geschraubt werden. Außerdem gibt es für alle Spieler, Trainer und Betreuer eine Medaille, die sie immer an diese denkwürdige Saison erinnern soll.

So frenetisch die Spieler ihre Meisterschaft feiern, auch in dieser Situation bleiben sie ganz professionell, auf den Tisch steht meistens Cola, nur ab und an hat sich eine Bierflasche dazwischen gemogelt. Das freut Trainer Andrius Balaika gleich doppelt. Einerseits ist es Bestätigung für die Bedeutung, die sein Team dem Sport bemisst, zum anderen ist so garantiert, dass er nicht doch noch in den „Genuss“ einer Bierdusche kommt…

Wie es mit dem frisch gebackenen Bundesligisten weitergeht, ist schwer abzuschätzen. „Die meisten Spieler müssen in der kommenden Saison altersbedingt zu den Senioren wechseln,“ erklärt Trainer Andrius Balaika. „Wir müssen sehen, ob wir genügend starke neue Spieler in die U19 bekommen, um die Klasse zu halten.“ Eigentlich sollte sich die TSG vor Anfragen starker Spieler kaum retten können, denn welcher andere Verein kann schon von sich behaupten, gegen Mannschaften antreten zu dürfen, die klangvolle Namen wie beispielsweise FC Köln, VFL Mönchengladbach, VFL Bochum oder Borussia Dortmund tragen?

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