NEUER BUSBAHNHOF NOCH NICHT IN AUSSICHT

Der bisherige Busbahnhof in Niedersprockhövel an der Kirche (Foto: Höffken).

Sprockhövel – Bei der heutigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung wurde von der Verwaltung der Stadt Sprockhövel der Sachstand zum neu geplanten Busbahnhof in Niedersprockhövel gegeben. Bis zur Realisierung wird es allerdings noch dauern.

Der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) Niedersprockhövel-Kirche entspricht nicht mehr heutigen Standards und ist nicht barrierefrei ausgebaut. Aufgrund des gültigen Personenbeförderungsgesetzes soll für die Nutzung des ÖPNV bis zum 01. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit aller öffentlichen Verkehrsanlagen erreicht werden, sofern dies möglich ist. Im Rahmen des Verfahrens zur 3. Fortschreibung des Nahverkehrsplanes des Ennepe-Ruhr-Kreises wurde über die barrierefreie Umgestaltung des Busbahnhofes Niedersprockhövel beraten. Im Infrastrukturkonzept wird der Ausbau der „Haltestelle Niedersprockhövel-Kirche“ aufgrund des hohen Fahrgastaufkommens als Maßnahme mit Priorität aufgeführt.

Im Rahmen einer Voruntersuchung durch ein Ingenieurbüro wurde die Machbarkeit des barrierefreien Umbaus am bisherigen Standort sowie die Möglichkeit der Verlagerung des ZOB an alternative Standorte untersucht. Ein barrierefreier Umbau ist demnach am vorhandenen Standort aufgrund der Topographie und der begrenzten Platzverhältnisse schwierig.

Als Alternativstandort, darüber wurde bereits 2018 informiert, bietet sich die Grünfläche parallel zum Freibad an der Bochumer Straße an. Für die Verlagerung des Busbahnhofes an die Bochumer Straße war zunächst die Klärung umfangreicher verkehrlichen Voraussetzungen erforderlich. Außerdem muss der Knotenpunkt Bochumer Straße / Mühlenstraße neu konzipiert werden. Bereits 2018 hatte die Verwaltung ein entsprechendes Ingenieurbüro mit der verkehrstechnischen Untersuchung zum Standort Bochumer Straße beauftragt. Die Untersuchung hat ergeben, dass ein ZOB dort bei Umgestaltung des Knotenpunktes Bochumer Straße / Mühlenstraße verkehrstechnisch möglich ist.

Dabei hatte sich eine Umgestaltung des Knotenpunktes in einen Kreisverkehr als die geeignetere Variante herausgestellt, da der Flächeneingriff in das Freibadgrundstück hierbei voraussichtlich geringer ausfällt, eine fahrgeometrische Verbesserung für die beiden Nebenrichtungen (Mühlenstraße / Parkplatz Einzelhandel) erreicht werden kann und der ZOB als separaten Arm direkt an den Kreisverkehr angeschlossen werden könnte.

Die Ausschüsse für Stadtentwicklung und Denkmalschutz sowie für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung hatten in einer gemeinsamen Sitzung am 20. Mai 2021 die Verwaltung beauftragt, die bisherige Planung voranzutreiben und alle Ergebnisse bis möglichst vor den Herbstferien 2021 vorzulegen. Dieser Zeitplan ist nicht mehr einzuhalten, vielmehr benötigt die Verwaltung noch Zeit, unter Einschaltung externer Gutachter zahlreiche noch offene Fragen zu bewerten und zu klären.

Die Verwaltung beabsichtigt auch, einen Förderantrag unter anderem für Gutachten und Konzepte zu stellen, in deren Rahmen ebenfalls die Auswirkungen des Busbahnhofes bzw. der Standortalternativen z.B. auf den Einzelhandel untersucht und im Gesamtkontext der Innenstadt Niedersprockhövel betrachtet werden sollen. In diesem Rahmen sind auch entsprechende Bürgerbeteiligungen vorgesehen.

Viele Vorteile verspricht der Neubau des Busbahnhofes in einem Bereich an der Bochumer Straße (Foto: Höffken)

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