NABU BETREIBT ÖKOZELLE AUF HWG-GRUNDSTÜCKEN

Natur zum anfassen (Foto: hwg eG)

Hattingen – Seit einigen Jahren arbeitet die hwg eG eng mit dem NABU und einem Naturschutzberater zusammen. Die hwg eG baut ihr ökologisches Engagement kontinuierlich weiter aus  und achtet beispielsweise auch verstärkt bei dem Ausbau ihrer Außenanlagen auf ökologische Nutzbarkeit.

Kinder zu Besuch in der Ökozelle

Finn schaut sich unsicher und fragend um, die Heuschrecke in seiner Hand? Ist das gefährlich? Oder darf ich die näher angucken? Jürgen Knier und die Erzieherin aus der Kita lächeln ihn bestätigend an. „Natürlich, Finn! Die tut nichts, kannst sie mit dem Finger anstupsen!“ Die Heuschrecke macht einen Riesensatz ins Gras. Mila hat unterdessen eine Feuerwanze entdeckt. „Ich hab was! Ich hab was!“ schallt es durch die Ökozelle in Holthausen. Besuch einer Kindergruppe aus einem städtischen Kindergarten.

2018 schloss der NABU in Hattingen einen Kooperationsvertrag mit der Stadt. Im Projekt „Qualität vor Ort“ bemühen sich Kitas der Stadt gemeinsam mit Akteuren der Stadtgesellschaft darum, den Horizont der Kinder zu erweitern. Der NABU öffnet seine Ökozelle nach Absprache und betreut die von Erzieherinnen begleiteten etwa zwölf Kinder für etwa zwei Stunden. Es gibt viel zu sehen: Hecken und Bäume, eine blühende Wiese, ein Tümpel, Blühstreifen und Staudengarten. Speziell für die Kinder hat die NABU-Gruppe einige Hochbeete angelegt, eines sogar mit einem „Hochtümpel“. „Hier können die Kinder auf Augenhöhe den Dschungel einer wilden Wiese mit ihren vielen Tieren erleben. Die meisten kennen ja nur die langweiligen Zierrasen zuhause“, erklärt Jürgen Knier, der Projektleiter für die Kooperation mit den Kitas.

Natur zum Anfassen: NABU-Hattingen und Kitas

Schon im Einstiegsjahr 2018 gab es begeisterte Kinder und Erzieherinnen aus den Kitas. In diesem Jahr sollen noch mehr Besuche stattfinden. Acht Gruppen haben sich schon angemeldet. Doch es gibt noch eine Reihe freier Termine von Mai bis August/September.

Jürgen Knier umreißt die Zielsetzung so: „Schon Kindergarten-Kinder können bei entsprechenden Angeboten grundlegende Erfahrungen in der Natur machen, Achtsamkeit für Lebewesen und ihre Vielfalt entwickeln sowie ihre Verletzlichkeit und Schutzbedürftigkeit empfinden.“ Als Beobachtungsorte bieten sich Hummelhotels an, Altholzhaufen und Altholzhecken, der Tümpel mit nach Jahreszeit jungen Fröschen, Ruderwanzen und Libellen oder das Gesumme und Gekrabbel in den bunten Blühstreifen. „Für jedes Kind haben wir eine kleine Pflanze, die wir gemeinsam in ein Töpfchen pflanzen und in der Kita beim Wachsen beobachten können“, so der pensionierte Lehrer, dem die Arbeit mit den ganz Kleinen sichtlich Freude macht.

Kitas, die gerne mit Kindern die Ökozelle, die der Nabu in Kooperation mit der hwg betreibt, besuchen wollen, melden sich bitte per Email bei dieser Adresse hjknier@web.de. Eine Bushaltestelle befindet sich ganz in der Nähe.

Kontakt: Thomas Griesohn-Pflieger Telefon 0173 281 8377

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