MENSCH UND HUND IM QUARTIER

Richtig an der Leine gehen (Foto: RuhrlkanalNEWS)


Tipps für ein gutes Zusammenleben auf engem Raum vom Hundeprofi

Hattingen- Viel ist gesagt und geschrieben worden über die besondere Beziehung zwischen Menschen und Hunden. Fakt ist auf jeden Fall, dass Menschen und Hunde in der Stadt auf engstem Raum zusammenleben (müssen) – und das läuft nicht immer ohne Konflikte ab. Rita Sieberg ist Mitglied und Mieterin der hwg und beschäftigt sich professionell mit diesem Thema. In Kooperation mit uns und der Evangelischen Johannes Kirchengemeinde bietet sie im September einen Vortrag an, der für alle Interessierten kostenlos ist. Worum es dabei geht, hat uns die ausgebildete Hundetrainerin von ritas-hundewelt in einem kurzen Interview erläutert.

Hundetraining mit Rita Sieberg-Karwatzki (Foto: RuhrkanalNEWS)

Frau Sieberg, womit beschäftigen Sie sich in Ihrem Vortrag?

Es geht vor allem um die Frage, wie ein entspanntes Miteinander von Mensch und Hund im Stadtviertel aussehen kann. Wie kann man das bei all den frontalen Begegnungen üben, die ein Spaziergang mit sich bringt? Da gibt es Fußgänger, Autos, Fahrräder und andere Hundebesitzer…

Was heißt das konkret?

Wenn Menschen das Verhalten ihres Hundes verstehen wollen, dann müssen sie versuchen, die Umwelt aus Hundesicht wahrzunehmen. Und eins dürfen wir dabei nicht vergessen: Inder Stadt ist es für einen Hund „eng“, auch wenn es viele schöne Grünflächen gibt wie bei uns in Hattingen.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihren Vortrag gekommen?

Seit ich in die Südstadt gezogen bin, lebe ich selbst zum ersten Mal in einer städtischen Umgebung. Und mir ist beim Spazierengehen mit meinem eigenen Hund aufgefallen, dass es einige Hundebesitzer gibt, die im Umgang mit ihrem Vierbeiner einen eher hilflosen, unentspannten Eindruck machen. Da ich häufig weiß, warum Hunde so reagieren wie sie reagieren, möchte ich mein Wissen weitergeben. Natürlich nur an Hundebesitzer, die das interessiert. Nichts liegt mir ferner, als mit einem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend zu laufen.

Nennen Sie bitte ein Beispiel.

Zum Beispiel tut es dem Zusammenleben von Nachbarn in der Regel nicht gut, wenn ein Hund in einem Mehrfamilienhaus ständig auf dem Balkon bellt. Man kann dem Hund ganz entspannt beibringen, dass sein Bellen nicht notwendig ist. Draußen erlebe ich oft Hunde die an der Leine sehr aufgeregt sind bis dahin, dass sie bellen, sobald sie einen anderen Hund entdecken. Auch dieses Verhalten zu verändern können Hund und Mensch lernen.

Was ist aus Ihrer Sicht der häufigste Fehler, den Menschen bei der Erziehung ihrer Hunde machen?

Dass sie zu spät und zu heftig reagieren! Man kann an der Körpersprache des Tieres vieles frühzeitig ablesen – und das kann man lernen. Achtsamkeit und Rücksichtnahme ist eben in Mensch-Hund-Beziehungen genauso wichtig wie in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Vortrag im Gemeindehaus

Rita Sieberg hält ihren Vortrag am 16. und 25. September jeweils um 18 Uhr im Gemeindehaus Uhlandstraße. Der Eintritt ist kostenfrei. Danach wird sie vier Praxistermine vor Ort in der Südstadt anbieten, für die sich Interessierte nach den Vorträgen eintragen können. Für die Teilnahme an den Praxisterminen wird eine Spende an den Hattinger Tierschutzverein erbeten.

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