HATTINGER RUHRBOGEN IST EIN INDUSTRIE-DENKMAL

Der Winzer Ruhrbogen ist nun ein Denkmal (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen/Arnsberg-  Der Winzer Ruhrbogen, ein Flussabschnitt der Ruhr bei Hattingen, ist in der Denkmalliste der Stadt Hattingen nun als Industrie-Denkmal eingetragen worden. Das von der Bezirksregierung Arnsberg auf dem Weg gebrachte dazugehörige Verfahren trägt nun seit Februar 2017 Früchte, so ein Sprecher der Behörde. Der sieben Kilometer lange Flussabschnitt zwischen Hattingen und Bochum wurde im 18. Jahrhundert durch das Aufschütten zahlreicher Buhnen schiffbar gemacht. Eine Bürgerinitiative aus Hattingen setzt sich seit Jahren dafür ein, dass diese industriegeschichtliche Landschaftsgestaltung unter Denkmalschutz gestellt wird und wurde nun für ihr Engagement belohnt.

Streit gibt es noch um die Buhnen (Foto: RuhrkanalNEWS)

Streit gibt es noch um die Buhnen (Foto: RuhrkanalNEWS)

Noch keine Einigung über Buhnen getroffen

Auch wenn dieses Stückchen Naherholung als „neues“ Denkmal Hattingen bereichert, ist dennoch unklar, ob die Buhnenbauwerke erhalten bleiben. Die Bezirksregierung Düsseldorf als Eigentümerin des Flussabschnittes will die rund 140 Buhnen nach wie vor entfernen lassen und somit zur Renaturierung der Ruhr beitragen. Man hält trotz Gegenwehr der Bürgerinitiative aus Hattingen an den Plänen fest, denn Umweltschutz steht über Denkmalschutz, so die Bezirksregierung. An einem Kompromiss im weiteren Projektverlauf wird jedoch noch gearbeitet.

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