FRISCHER WIND FÜRS ALTE RATHAUS

Hattingen– Mehr Leben ins „Alte Rathaus“, das ist das Ziel des „KulturClub“ der gerade gegründet wird. Das Kleinod im Herzen der Altstadt soll zukünftig wieder mehr bespielt werden. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. „Wir wollen versuchen in kleinem Rahmen hochwertige Veranstaltungen auf die Beine zu stellen“, sagt Tom Schulte, der als Vorsitzender des geplanten Fördervereins im Gespräch ist. Sein Ziel ist es, dass die Veranstaltungen einen bunten Mix präsentieren. Schließlich gelte es auch junge Menschen zu erreichen. „Wenn das Programm nur Publikum anspricht, das in meinem Alter ist, hilft das dem Alten Rathaus als Spielstätte nicht“, so Schulte. Er sieht deshalb auch Poetry Slam oder Liedermacher-Konzerte als wichtige Programmbestandteile.

Tom Schulte will das "Altes Rathaus" als Kulturstätte groß machen. (Foto: RuhrkanalNEWS)

Tom Schulte will die Kulturstätte „Altes Rathaus“ groß machen. (Foto: RuhrkanalNEWS)

Auf den Weg gebracht wurde die Idee von Christiane Nicolai, Anlass war die Tatsache, dass das Kulturbüro der Stadt Hattingen wohl Geschichte ist. Nachdem Axel Schuldes von der Stadt sang und klanglos in den Ruhestand verabschiedet wurde, ist die Stelle verwaist und wird aus Kostengründen wohl auch nicht wiederbesetzt. Diese Lücke soll nun der Förderverein „KulturClub“ füllen. „Wobei wir dabei auf die Unterstützung vieler Hattinger angewiesen sind. Der Grund lässt sich an mir festmachen. Ich kann organisatorische Arbeit übernehmen, aber einen fundierten Überblick über die Kleinkunstszene habe ich sicher nicht,“ beschreibt Tom Schulte die Ausgangslage. „Hier hoffen die Gründungsmitglieder auf interessierte Mitbürger, die die Chance erkennen im „Altes Rathaus“ Konzerte oder Ausstellungen realisieren zu können.“

Geplant ist, dass der Verein 16 Veranstaltungen pro Jahr plant und umsetzt. Die Stadt Hattingen stellt dem „KulturClub“ dazu den Etat zur Verfügung, der auch bisher für die Kulturveranstaltungen im Alten Rathaus zur Verfügung stand.  Falls mit den Veranstaltungen Überschüsse erwirtschaftet werden, sollen diese satzungsgemäß verwendet werden. Das bedeutet, dass sie in weitere Projekte des Vereins fließen. „Ich fände es gut, wenn wir bei den Veranstaltungen auch mit Einrichtungen aus Nachbarstädten kooperieren könnten“, sagt Tom Schulte. „Erste Kontakte sind bereits geknüpft.“

Zahlreiche Unterstützer und hochkarätige Gründungsmitglieder

Die Liste der bisherigen  potenziellen Gründungsmitglieder liest sich gut. Unter anderem sind dort Bürgermeister Dirk Glaser und CDU-Chef Gerhard Nörenberg aufgeführt. Als Unterstützer haben sich bisher die CDU-, FDP- und Grünen-Ratsfraktionen positioniert. Außerdem haben mehr als 35 Hattingerinnen und Hattinger Interesse am Verein bekundet und wollen als Mitglieder oder Unterstützer mitwirken.

Mit Gründung des Vereins ist wohl auch die absurde Idee gestorben, das Büro des Stadtmarketingvereins im Alten Rathaus unterzubringen. Sie geisterte immer wieder mal durch die Stadt. Doch inzwischen herrscht bei den Verantwortlichen der Stadt Einigkeit, dass das Alte Rathaus als Ort für Kunst und Kultur viel zu kostbar ist, um als schnödes Büro herzuhalten. Eine Einschätzung, die angesichts des eher lieblos gestalteten Schaufenster des Stadtmarketingvereins im Alten Rathaus sicher auch im Rest der Hattinger Bevölkerung mehrheitsfähig sein dürfte.

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