FLÜCHTLINGE FIT FÜR ARBEITSMARKT MACHEN

Die 1. Beigeordnete der Stadt Hattingen, Beate Schiffer, will Flüchtlinge qualifizieren (Foto: Stadt Hattingen)

Hattingen- Die Stadt will -in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit- eine Qualifizierungsmaßnahme für Flüchtlinge auf die Beine stellen. Dabei sollen Flüchtlinge die eine gute Prognose haben, auch langfristig in Deutschland bleiben zu dürfen, für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Das kann bedeuten, dass sie direkt für Jobs qualifiziert werden, die unbesetzt sind oder  dass sie in Kursen und praktischen Übungen so weit gebracht werden, dass sie eine Lehre beginnen können. Vorbild ist dabei das Programm, das die SIHK gemeinsam mit der Stadt Hagen, dem dortigen Jobcenter und der Bundesanstalt für Arbeit startete.  (RuhrkanalNEWS berichtete) „Als ich davon hörte, habe ich mich sofort mit den Fachleuten in Verbindung gesetzt,“ sagte die erste Beigeordnete der Stadt Hattingen, Beate Schiffer, im RuhrkanalNEWS Gespräch. „Hattingen gehört nicht zum Kammergebiet der SIHK und deshalb können Firmen und Flüchtlinge von hier nicht am Programm teilnehmen.“

Jobcenter Hattingen (Quelle: Stadt Hattingen)

Jobcenter Hattingen (Quelle: Stadt Hattingen)

Doch da die Idee grundsätzlich als sinnvoll erkannt wurde, soll es auch in Hattingen umgesetzt werden. Das Problem dabei ist, dass bei jeder Stelle die frei ist und neu besetzt werden soll, erst aufwendig geprüft werden muss, ob es einen EU Bürger gibt, der die Arbeit übernehmen möchte. „Erst danach dürfen Flüchtlinge eingestellt werden,“ so Beate Schiffer. „Dabei würden die meisten Flüchtlinge am liebsten sofort arbeiten, schon alleine um nicht in den Sammelunterkünften leben zu müssen.“ Außerdem ist die Langeweile, die zwangsläufig entsteht, wenn Flüchtlinge qua Gesetzt keinerlei Beschäftigung haben, frustrierend. Viele wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich auf eigenen Füßen zu stehen und in eine eigene Wohnung ziehen zu können. Außerdem dürfen Flüchtlinge laut Asylgesetz frühestens nach drei Monaten in Deutschland arbeiten.  „Für Menschen die den Sprung auf den Arbeitsmarkt schaffen können, suchen wir übrigens aktuell etwa 10 Wohnungen,“ erklärt die erste Beigeordnete. „Dabei sollte es sich um einfache Kleinstwohnungen handeln, deren Miete im Rahmen von Hartz IV übernommen werden kann, bis die Flüchtlinge eigene Einkommen haben.“

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