„FLASHOVER“ BEI 300 GRAD CELSIUS

Ein typischer "Flashover" (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen – Es ist heiß, dunkel und total verraucht. Ein Suchtrupp der Feuerwehr sucht unter schwerem Atemgerät nach vermissten Personen. Plötzlich ein Knall und die heiße Luft entzündet sich zu einem „Flashover“. Bis unter die Zimmerdecke schießen die lodernden Flammen empor. So geschehen am heutigen Freitag in Hattingen.

RuhrkanalNEWS war vor Ort:

Doch was hier beschrieben wird, ist nicht real. Wenn auch dieses Szenario sehr nah an der Realität angelegt ist, so ist es doch nur eine Übung, aber eine, die es in sich hat. Es ist die neue mobile Brandsimulationsanlage mit dem passenden Namen „HEAT“ aus Düsseldorf die erstmalig hier in Hattingen zur Übung eingesetzt wird.

„Über drei Wochen lang werden etwa 120 Einsatzkräfte durch diesen computergesteuerten Brandcontainer geschleust“, so Feuerwehrchef Tomás Stanke und fügt weiter an: „so dass Brandbekämpfung und Menschenrettung sehr realitätsnah geübt werden kann.“

HEAT to go aus Düsseldorf

Die neue kombinierbare Feststoff- und/oder gasbefeuerte mobile Brandsimulationsanlage steht auf dem Vorplatz der Feuerwehr Hattingen auf einem Wechsellader bzw. Abrollsystem. Das Basismodul besteht aus drei 20-Fuß-Containern mit zwei Brandstellen und einer Flashover-Simulation. Dieses Basismodul ist beliebig erweiterbar z.B. Übung für einen Kellerbrand über das 1. OG bis hin zu einer Fläche von insgesamt 150m² für Werkfeuerwehren mit Industrie- bzw. Flanschbrandstellen. Die Schulungen in diesem Container, die nach der Feuerwehrdienstvorschrift (FWDV 7) absolviert wird, folgt den Empfehlungen der Landesfeuerwehrschulen und wurde nach den Richtlinien der Feuerwehrunfallkassen gebaut.

„Übungen dieser Art, werden in unserem Berufsfeld immer wichtiger“, so Stanke, „denn um so weniger im Real-Leben etwas passiert, desto häufiger muss man es halt üben.“

Die neue mobile Brandsimulationsanlage HEAT (Foto: RuhrkanalNEWS)

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