EHRENAMTLICHE IM ASYL- UND AUSLÄNDERRECHT GESCHULT

Ennepe-Ruhr-Kreis- Welche Aufenthaltsberechtigungen gibt es? Was müssen Geflüchtete und Behörden beachten? Wann liegen Rechtsfehler vor? Wie kann sich eine Antragstellung auswirken? Das Asyl- und Ausländerrecht ist eine ebenso umfangreiche wie komplexe Materie. Um Ehrenamtliche zu unterstützen, die Flüchtlinge begleiten und damit mit juristischen Fragen konfrontiert werden, fand in den letzten Wochen eine Intensivschulung statt.

Organisatoren waren das Kommunale Integrationszentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises, die Flüchtlingshilfe Sprockhövel, die Stadt Gevelsberg und die Evangelische Erwachsenenbildung EN. Schauplatz war das IG Metall Bildungszentrum in Sprockhövel. Die Verantwortlichen hatten die Räume kostenlos zur Verfügung gestellt.

In sieben je dreistündigen Veranstaltungen wurden 35 Ehrenamtlichen fundierte Grundkenntnisse vermittelt. Umfassend referierten Manuel Kabis, Fachanwalt für Strafrecht, und Rechtsanwalt Hans-Jürgen Müller über das Asyl- und Ausländerrecht der Bundesrepublik, über Asylverfahren, Anhörungen und die verschiedenen Aufenthaltstitel. Gleichzeitig hatten die Teilnehmer die Chance, über ihre Erfahrungen zu berichten und damit verbundene Fragen zu stellen.

Die Ehrenamtlichen zeigten sich mit der Schulung, die unter anderem mit Geldern des Programms „KOMM-AN NRW“ unterstützt werden konnte, sehr zufrieden. Tenor: „Jetzt können wir die Flüchtlinge mit fundiertem Wissen und gesteigertem Selbstvertrauen auf ihren Weg begleiten.“ Diese Rückmeldung ist für die Organisatoren Grund genug, die Schulung 2018 wiederholen zu wollen.

Das Projekt  „KOMM-AN NRW“

Aus dem Landesprogramm standen für freiwillige Hilfsangebote für geflüchtete Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis in diesem Jahr 125.600 Euro zur Verfügung. Sie wurden vom Kommunalen Integrationszentrum an 45 Projektträger verteilt. Förderfähig sind beispielsweise das Renovieren und Ausstatten von Treffpunkten, Bücher für den Sprachunterricht, Weiterbildungen für Ehrenamtler oder Eintrittsgelder für begleitete Freizeitgestaltung.

„Es sind ja gerade auch diese Kleinigkeiten und ganz praktischen Dinge, die Integrationsarbeit einfacher machen“, betont Lale Arslanbenzer, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, den Wert des Programms, das 2018 weiterlaufen soll.

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