DURCHWACHSENE BILANZ DER WEIHNACHTSMARKTHÄNDLER

Besucher auf dem Weihnachtsmarkt in Hattingen, (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Seien wir ehrlich: Wirkliche Weihnachtsstimmung hat das Dezemberwetter nicht vermittelt. Eindeutig zu warm für die Jahreszeit, mit fast frühlingshaften Tagen und weit und breit keine Schneeflocken in Sicht. Für die Händler auf dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt sind dies Voraussetzungen die auf den ersten Blick kaum ungünstiger sein könnten. Die warme Witterung hat, so ist zu hören, zumindest den Händlern die Geschäfte verdorben, die mit Socken, Handschuhen und molligen Jacken auf dem Weihnachtsmarkt vertreten sind. Hier war die Bereitschaft der Besucher über eine Anschaffung auch nur nachzudenken, ziemlich schwach ausgeprägt. Die Umsätze sind dementsprechend mau.

Ganz anders dagegen bei den Händlern, die keine Kleidung im Sortiment haben. Hier ist die Stimmung gut. Die warmen Tage haben kontinuierlich viele Besucher in die Altstadt gelockt. Kerzen, Wurst, Crêpes und Spezialitäten aus vielen Teilen Deutschlands und Frankreichs gehen auch, wenn die Temperaturen deutlich über Null liegen. Die Ausweitung der Öffnungszeiten des Franzosenmarktes am Krämersdorf hat ebenfalls zum guten Umsatz beigetragen. Doch es bildet sich allmählich eine Zweiklassen-Gesellschaft auf dem Weihnachtsmarkt heraus. Die einen profitieren von der schönen Kulisse in der Altstadt, die zudem auch noch üppig geschmückt ist. Die anderen stehen in der oberen Heggerstraße, die etwas stiefmütterlich geschmückt und ohne Altstadtkulisse den Anschluss zu verlieren droht.

Obere Heggerstraße wird abgehängt

Sogar die Glühweinschänken können guten Umsatz vorweisen. Abends wurde es auch im vergleichsweise warmen Dezember so kühl, dass das heiße Getränk gerne bestellt wurde. Vor allem am Wochenende haben die vielen Besucher sich gerne heiße Getränke mit und ohne Schuss reichen lassen. Dabei fiel dann, rückblickend betrachtet, auch ein völlig verregnetes Wochenende nicht weiter ins Gewicht. Hier hatte der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt eindeutig einen Vorteil gegenüber dem in Blankenstein. Der ist nur an einem Wochenende geöffnet und das fiel buchstäblich ins Wasser. Insgesamt ist die Stimmung am Ende des Weihnachtsmarktes, auch dank des verkaufsoffenen Sonntags am vergangenen Wochende, überwiegend gut. Lediglich einen Kritikpunkt konnte man häufiger hören: Man hätte die Verkausfstände gerne noch bis zum 23. offen gehalten.

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