DIENSTAUFSICHTSBESCHWERDE GEGEN ORDNUNGSAMTSMITARBEITER

Andy Wolf vom Verein Rollkultur e.V. erklärt die Situation (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen – Der Vorsitzende des Vereins „Rollkultur e.V.“, Andy Wolff, hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes eingereicht. Das bestätigte Stadt-Pressesprecher Thomas Griesohn-Pflieger. Die Vorwürfe die darin erhoben werden wiegen schwer: Die Mitarbeiter sollen verbal massiv Jugendliche angefeindet haben, die die Skateranlage an der Ruhr nutzten, ein Jugendlicher soll durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sogar körperlich angegriffen worden sein. Der Auslöser für das Verhalten der städtischen Mitarbeiter war demnach nichtig: Die Jugendlichen hatten Fahrradständer, die die Stadt auf der Skateranlage aufstellen ließ, dazu genutzt, Fahrräder abzustellen. „Die Vertreter des Ordnungsamtes waren der Meinung, dass das verboten sei, doch das Schild am Eingang besagt nur, dass innerhalb der Anlage Fahrräder nicht benutzt werden dürfen. Von abstellen ist nicht die Rede“, sagt Andy Wolff. „Es wäre ja auch absurd, wenn die Stadt einen Fahrradständer aufstellt und niemand dürfte ihn benutzen.“

Handyvideo  Rollkultur e.V.

Nach seiner Schilderung, die von einer Passantin bestätigt werden, die die Situation beobachtete, wurde ein Mitarbeiten zunächst ausfallend und beschimpfte die Skater, der zweite wurde dann handgreiflich und verdrehte einem Jugendlichen den Arm. Passantin Nadja Juskowiak spricht von einer bedrohlichen Situation, die durch die Ordnungsamtsmitarbeiter erzeugt wurde. Aufgrund der Dienstaufsichtsbeschwerde prüft der Fachbereich Personal den Vorgang. „Dazu werden zunächst die beiden Mitarbeiter angehört, außerdem die Betroffenen und Zeugen“, beschreibt Thomas Griesohn-Pflieger die Vorgehensweise. „Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, werden disziplinarische Maßnahmen ergriffen.“ Welche Ausmaße diese haben können, möchte der Stadtsprecher nicht beschreiben, um Spekulationen vorzubeugen.

Andy Wolf im Interview mit RuhrkanalNEWS

Erst im Juli hatte es Ärger um den Skaterpark gegeben. Ein Verbots-Schild im Eingangsbereich wurde widerrechtlich entfernt. Damals hatte die Stadt das Areal kurzerhand geschlossen und eine Nutzung untersagt. Nach wenigen Tagen wurde ein Kompromiss gefunden, seitdem ist der Skatepark an der Ruhr wieder geöffnet.

1 Kommentar zu "DIENSTAUFSICHTSBESCHWERDE GEGEN ORDNUNGSAMTSMITARBEITER"

  1. Jürgen guszan | 18. September 2018 um 18:13 |

    Drogen Dealer und Verbrecher werden mit Samthandschuhen angefasst.
    Jugendliche die einfach Spaß beim Skateboard fahren haben. So verbal anzufeinden .ist unglaublich

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