DIE PERSPEKTIVEN NACH DER WAHL

Das Hattinger Rathaus (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen – Mit fast erdrutschartigen Verlusten ging die SPD aus der Bürgermeisterwahl. Nach fast 60 Jahren stellt sie zum ersten mal nicht das Stadtoberhaupt. Woran das lag, ob die SPD die Zeichen der Zeit nicht erkannte, als sie die Chance zur Unterstütztung eines unabhängigen Kandidaten verstreichen ließ, klären die Parteimitglieder sicher in den kommenden Tagen hinter verschlossenen Türen. Ob nach einem derartigen Debakel für die Partei möglicherweise auch Führungskäfte ihren Hut nehmen müssen, wird sich zeigen. Ungewöhnlich wäre es nicht. Ganz im Gegenteil,  dass jemand die politische Verantwortung für das schlechte Abschneiden bei der Wahl trägt, ist eigentlich zu erwarten. Andererseits sind in der Hattinger SPD Spitze auch genügend  Verantwortungsträger, denen man das nötige Sitzfleisch nachsagt, bis „Gras über die Sache gewachsen ist“.

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Als sicher darf jedenfalls gelten, dass eine angeschlagene SPD dem neuen Bürgermeister den Start nicht erleichtern wird. Jetzt muss die Fraktion um Achim Paas beweisen, dass sie politisch handlungsfähig ist. Gleichzeitig muss Dirk Glaser nun liefern. Die Unterstützung durch drei Parteien, deren Ziele und Ansprüche schon in der Vergangenheit oft genug gegensätzlich verliefen, kann nun schnell zur Belastung werden. Wenn alle nun die Früchte ihrer Wahlkampfunterstützung einfordern werden und einfahren wollen, sind die moderativen Fähigkeiten des Stadtchefs gefragt. In alle Richtungen.

So wählte Hattingen in den einzelnen Stimmbezirken: So wählte Hattingen 2015

Die erste Reaktion Dirk Glasers nach der Wahl:

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