„DICKES G“ GEHT AM 25. AUGUST IN DIE ZEHNTE RUNDE

Dickes G / Dickes X: Lohnt unbedingt! (Plakat: NGK)

Gevelsberg– Wer es noch nicht kennt, hat musikalisch in den vergangenen Jahren wirklich was verpasst. Direkt am Ennepebogen spielen beim umsonst&draußen Festival gute, meist regionale Bands zum Tanze auf. Dabei wird vom Liedermacher bis zur Punk-Bude so ziemlich alles geboten, was für einen schönen Tag musikalisch nötig ist. Entstanden ist das „Dickes G“ vor zehn Jahren. Der Anlass war zunächst ein schlechter.

Der „Neue Gevelsberger Kulturverein“ steht vor einem personellen Umbruch. Der bisherige Vorstand will seine Arbeit niederlegen, neue Menschen übernehmen das Ruder. Haben ihre Vorgänger häufig bundesweit bekannte Kabarettisten in die Stadt geholt und vor allem auf Kleinkunst gesetzt, wollen die NGK-Mitglieder in erster Linie die heimische Musikszene fördern. Was wäre da besser, als ein Open-Air-Festival ohne Eintritt, mitten in der Stadt. Das gibt es bereits, „Dickes G“ wird von einer Musikerinitiative 2009 auf die Beine gestellt, doch ohne Vereinsstruktur wird es schwierig ein so großes Event regelmäßig zu organisieren. Das Festival wird deshalb, mit dem Segen der Musiker, 2010 von „NGK“ übernommen und organisiert. Seitdem gibt es eine Ausgabe pro Jahr.

Fred Demmer ist einer der Organisatoren des „Dickes G“ (Foto: RuhrkanalNEWS)

Einer der Mitorganisatoren ist Fred Demmer. Mit ihm trifft sich RuhrkanalNEWS zum Interview in Hagen, an seiner Arbeitsstelle. Bei „Filmriss“, einer Veranstaltungsagentur verdient er sein Geld mit dem Verleih von Ausrüstung, von der Bühne über PA bis Scheinwerfer ist alles im Lager. Einmal im Jahr jedoch guckt er nicht auf die Arbeitszeit. „Das „Dickes G“ beruht auf viel ehrenamtlichem Engagement. Es geht allen in erster Linie darum ein tolles Festival auf die Beine zu stellen, das möglichst noch Jahre später in guter Erinnerung ist.“

Sind anfangs tatsächlich ausschließlich heimische Bands auf der Bühne, die im Idealfall wenigstens ein paar Fans haben, stehen schon wenige Jahre später bekannte Headliner im Ennepebogen. Eine Situation, die allen hilft. Genug Publikum, um die Kosten zu decken, heimische Bands die vor großem Publikum spielen können und viele Besucher, die einen angenehmen unterhaltsamen Tag verbringen. „Wir müssen natürlich mit dem Getränkeverkauf unsere Kosten wieder reinholen,“ sagt Fred Demmer. „Aber wir finden es völlig ok, wenn Besucher sich Essen und Trinken mitbringen und auf dem Festivalgelände ein Picknick machen.“ Das trage eben zu guten Grundstimmung unter den Gästen bei.

Gute Stimmung beim „Dickes G“ (Foto: NGK)

In diesem Jahr ist das Line-Up besonders üppig, zehn Jahre wollen schließlich gebührend gefeiert werden. Denn dass das „Dickes G“ so erfolgreich und langlebig sein würde, war am Anfang nicht sicher. Ob es das Festival im kommenden Jahr allerdings in gleicher Form nochmal geben wird, ist nicht klar. Aus dem Verein ist zu hören, dass man ein neues Konzept entwickle. Schließlich will man nicht den „Fehler“ der Vorgänger machen und irgendwann stillstehen. In Abwandlung eine bekannten Spruchs kann man vielleicht sagen „Was verändern, wenn es am schönsten ist.“

Mehr Infos auf der Homepage des NGK und bei Facebook.

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