DAS „DISLIKE“ BEKOMMT EIN DISLIKE

Das Kunstwerk von Stephan Marienfeld polarisiert nicht mehr (Foto: Dr. Anja Pielorz)

Der Kommentar von Dr. Anja Pielorz

Die fehlende Beschilderung der Hattinger Innenstadt, der Stillstand beim Krämersdorf, die juristische Peinlichkeit beim Sponsorenvertrag DJK Märkisch Hattingen im Hinblick auf das Umbenennen des Stadions, der Rückzug des Sponsors Alfred Schulte-Stade vom Neujahrsempfang und nun eine unbefriedigende Entwicklung bei der Schenkung eines Kunstwerks – DISLIKE! Bei der Sitzung der Stadtverordneten in der letzten Woche wurde die örtliche Presse durch Bürgermeister Dirk Glaser in seiner Rede zur Einbringung des Haushaltes scharf angegriffen: Wer die Presse lese, könne den Eindruck gewinnen, die Stadtverwaltung sei nur eine Verhinderungsverwaltung. Das wies das Stadtoberhaupt natürlich von sich.

Ein „DISLIKE“ vom Bürgermeister

Stefan Marienfeld bei der Demontage (Foto: Dr. Anja Pielorz)

Ich habe mich über die Sätze des Bürgermeisters sehr geärgert. Aus meinem Verständnis heraus soll und muss Presse mehr sein als Vollzugsorgan von Verwaltung, Politik und Vereinen. Sie muss mehr sein als Berichterstatter von Festen und Märkten, von durchschnittenen Bändern bei irgendwelchen Einweihungen. Sie muss den Finger auch in Wunden legen. Sie muss mahnen und erinnern. Dabei muss Presse gewiss sachlich bleiben. Sie sollte nicht persönlich angreifen und Berichterstattung und Kommentar tunlichst trennen. Gewiss, Fehler geschehen – in der Presse wie überall dort, wo Menschen ihre Arbeit verrichten. Aber eine Rundumschelte ist wohl auch nicht der richtige Umgang. Wer sich die Mühe macht, bei allen Presseorganen nachzublättern – egal ob Print oder Online – wird viele positive Beispiele der Berichterstattung finden. Ehrenamtliches Engagement, wunderbare Veranstaltungen – es gibt viel Schönes, worüber es lohnt zu berichten. Und das wird auch gemacht.

Aber wie sagte schon der Schweizer Politologe Dr. Gerhard Kocher: Pressefreiheit nützt nur, wenn es unbequeme Journalisten gibt.

1 Kommentar zu "DAS „DISLIKE“ BEKOMMT EIN DISLIKE"

  1. Klaus Hesper | 16. Oktober 2019 um 14:57 |

    In der Tat, was läuft denn in unserer Stadt überhaupt noch?
    An der „Kleinen Weil Straße2 hampelt man nun auch schon wieder viele Jahre…wahrscheinlich wird erst noch einmal die Heggerstraße erneuert!

    Im Krämersdorf werden die kleinen Pflastersteine durch drehen und wenden der Lieferfahrzeuge gelöst und ausgedreht…sicherlich muss auch angeliefert werde aber so wie die Steine, ohne Zementierung, jetzt liegen, ist das eine immer bleibende Großbaustelle.
    Bald kommt der Weihnachtsmarkt, dann wird vorher wieder alles gerichtet und wenn alle wieder weg sind noch einmal!

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