CORONA: FALLZAHLEN STEIGEN IN HATTINGEN – STADT FORDERT ZUR VORSICHT AUF

Corona-Virus (Montage: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Die Anzahl der Corona-Infizierten hat sich über das Wochenende verdoppelt: Waren am Freitag zwölf Bürgerinnen und Bürger in Hattingen mit dem Corona-Virus infiziert, gibt es am Montag bereits 22 nachweislich Erkrankte. Grund den Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) ist, an die Vernunft eines jeden Einzelnen zu appellieren und das dynamische Infektionsgeschehen einzuordnen.

„Die Stadtverwaltung beobachtet das Geschehen sehr kritisch. Ich bitte jeden Einzelnen: Halten Sie sich an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Jeder ist in unserer Stadt auch mitverantwortlich, die Infektionszahlen aktiv einzudämmen und das können wir alle gemeinsam mit einfachen Regeln im Alltag schaffen“, so der Stab für außergewöhnliche Ereignisse. Ein Mund- und Nasenschutz solle ebenfalls an öffentlichen Plätzen getragen werden, wo viele Menschen aufeinander treffen, beispielsweise in Warte-Schlangen vor Geschäften oder an Bus- und Bahnhaltestellen.

Auch der regelmäßig tagende städtische Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) stuft die Entwicklungen als bedenklich ein. Das Gesundheitsamt in Schwelm untersucht aktuell noch den Infektionsverlauf in Hattingen, momentan scheint die Zahl der Erkrankten durch zahlreiche Einzelfälle sprunghaft angestiegen zu sein. Private Feiern, wie Hochzeiten, die in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen zu rasant steigenden Corona-Infizierten geführt haben, sind in Hattingen nicht ausschlaggebend, ist die erste Einschätzung des SAE.

„Wir möchten natürlich alle nicht, dass es zu weiteren lokalen Maßnahmen kommt. Aber Städte wie Gelsenkirchen und Hamm zeigen, wie schnell die steigende Anzahl von Infizierten auch Konsequenzen hat und zu weiteren Einschränkungen im sozialen und öffentlichen Leben führen kann. Das wollen wir in Hattingen verhindern. Dafür sind aber alle Bürgerinnen und Bürger gefragt, ihren Teil zu leisten“, appelliert der SAE an die Hattingerinnen und Hattinger.

Ein Thema im Krisenstab ist auch der Umgang mit den steigenden Quarantäne-Fällen. Aktuell befinden sich 197 Bürgerinnen und Bürger in Quarantäne, letzte Woche waren 44 Menschen betroffen (Stand 21. September 2020). „Die Stadtverwaltung weist nochmal ausdrücklich darauf hin, dass eine Quarantäne- Anordnung durch das Gesundheitsamt Pflicht ist. Die Kolleginnen und Kollegen vom Ordnungsamt werden ab sofort auch aktiv Haushalte kontrollieren, für die eine Quarantäne-Pflicht herrscht. Das ist ein klares Signal, dass wir die Entwicklungen sehr ernst nehmen und alles Mögliche in die Wege leiten, um Schlimmeres zu verhindern“, heißt es aus dem Rathaus.

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