CORONA: EMPFEHLUNGEN FÜR GRUNDSCHULEN – WEITERE FÄLLE IN EINRICHTUNGEN

Die Corona-Zahlen im Ennepe-Ruhr-Kreis (Bildmontage: RuhrkanalNEWS)

Ennepe-Ruhr-Kreis- Ab heute (27. Oktober 2020) startet an allen Schulen im Kreis wieder der Unterricht. Für die Schüler der weiterführenden Schulen gilt seit Ende der Herbstferien eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht. Aufgrund der immer weiter steigenden Infektionszahlen im Ennepe-Ruhr-Kreis und der damit verbundenen, sehr aufwändigen Kontaktnachverfolgung hatte der Krisenstab letzte Woche in einer Anfrage an die Bezirksregierung versucht, eine solche Pflicht auch für die Grundschulen im Kreis zu erwirken. Dem erteilte die Bezirksregierung allerdings eine Absage, mit der Begründung, dass das Land NRW einen Flickenteppich aus verschiedensten Vor-Ort-Vorgaben auf jeden Fall verhindern möchte.

Um weitere Infektionsfälle in Schulen zu vermeiden und zu verhindern, dass ganze Klassen absehbar wieder in den Distanzunterricht geschickt werden müssen, spricht der Kreis daher eine dringende Empfehlung zum Infektionsschutz an Schulen aus. Grundlage hierfür sind unter anderem auch die Präventionsmaßnahmen in Schulen, die das Robert-Koch-Institut Mitte Oktober veröffentlicht hat. Dort wird für Kommunen mit einer Inzidenz über 50 auch für Grundschüler das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Klassenraum angeraten.

Auf dieser Grundlage rät auch der Krisenstab des Kreises dringlichst dazu, nicht nur an den weiterführenden Schulen sondern auch an Grundschulen während des Unterrichts den Mund-Nasen-Schutz so häufig und so lange wie möglich zu tragen. Dies könnte durch die Lehrkraft in besonderen pädagogischen Lernsituationen aufgehoben oder aber in angemessenen „Verschnaufpausen“ unterbrochen werden. In jedem Fall aber sollte die MNB immer dann benutzt werden, wenn die Schüler ihren Platz im Klassenraum verlassen.

Gleiches wird auch den Lehrern und dem Schulpersonal geraten, immer dann, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen im Schulgebäude nicht eingehalten werden kann. Der Kreis möchte darüber hinaus auch alle Eltern, Lehrkräfte und Schulträger dafür sensibilisieren, auch auf den Schulwegen und Schulhöfen die AHA-Regeln einzuhalten.

Im Seniorenhaus Kirchende in Herdecke steht diese Woche eine weitere Testung der Bewohner und Mitarbeiter an, nachdem sich in den vergangenen Tagen insgesamt 42 Bewohner und 19 Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Rund um das Ausbruchsgeschehen im Seniorenheim Parkanlage Nacken in Herdecke mit zurzeit 21 infizierten Bewohnern und 7 Mitarbeitern stehen noch ein paar restliche Ergebnisse aus. Im Franz-Arndt-Haus in Wetter sind nach einem positiven Fall alle weiteren Ergebnisse bislang negativ ausgefallen, ein paar wenige stehen allerdings auch hier noch aus. Weitere Tests sind auch im Seniorenheim Ruhraue in Herdecke angeordnet, nachdem dort zwei Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet wurde.

Nach Ausbrüchen im Marienhospital in Witten mit 8 positiv auf das Virus getesteten Mitarbeitern sowie im Klinikum Niederwenigern in Hattingen mit 12 Corona-positiven Patienten und 3 betroffenen Mitarbeitern sind nun auch positive Fälle im Evangelischen Krankenhaus in Hattingen und Witten sowie in der Vamed Klinik in Hattingen Holthausen. Hier läuft die Kontaktpersonenermittlung sowie deren Testung.

Das insgesamt steigende Infektionsgeschehen im privaten und familiären Bereich wirkt sich auch auf den Betrieb einiger Kitas im Kreis aus. Betroffen sind momentan die Kita Hohenstein in Witten, die Städtische Natur-Kita Schee in Sprockhövel, die Kita Wannen in Witten, die Städtische Kita Luisenstraße in Witten, die Evangelische Kita St. Georg in Hattingen sowie die Kita am Zamenhofweg in Schwelm. Die Kontaktpersonennachverfolgung sowie das Organisieren weiterer Tests läuft derzeit.

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