BEI JEDEM SCHRITT KLINGELT DIE KASSE

Friedel Diergardt (Lions Club), Udo Schnieders (Sparkasse), Olaf Scherff (Mayola Kaffee) und Martin Rösner (Kinderschutzbund) bei der symbolischen Scheckübergabe (Foto: Pielorz)

MEGAMARSCH für einen guten Zweck

Hattingen- Olaf Scherff ist gelaufen. 100 Kilometer für die gute Sache. Seine Idee, beim Megamarsch mitzumachen, spült jetzt dem örtlichen Kinderschutzbund 2800 Euro in die Kasse. Gut angelegtes Geld.

Herzliche Begrüßung beim Zieleinlauf nach über 11 Stunden (Foto: RuhrkanalNEWS)

Extremwandern pur: 100 Kilometer durch das Ruhrgebiet in 24 Stunden. „Am Anfang dachte ich, es sei kein Problem und die ersten 50 Kilometer absolvierte ich in sieben Stunden. Da dachte ich noch: Alles gut, nochmal sieben Stunden, dann bist Du zum Frühstück wieder zuhause. Das war aber nicht so“, lacht Olaf Scherff. Doch es sollte sich noch herausstellen, dass dem nicht so sein würde. „Es wurde immer schwerer. Und auch die Idee mit den zwei Paar Schuhen stellte sich als nicht so gut heraus“, erzählt Scherff. „Ich habe am Anfang noch gewechselt, doch je länger ich unterwegs war und die Schuhe wechselte, desto mehr Probleme hatte ich mit den Füßen. Bei den letzten zwanzig Kilometern ging eigentlich gar nichts mehr.“ Die Familie verfolgte den Lauf natürlich auch – und der Bruder stand dann plötzlich neben dem körperlich ziemlich erschöpften Olaf Scherff, um ihn auf den letzten Kilometern zu unterstützen. Der Chef der Mayola-Kaffeerösterei aus Hattingen sammelte nämlich nicht nur Kilometer, sondern auch bares Geld. Denn er verband den Lauf mit Spendengeldern für den Kinderschutzbund. Und das hat prima funktioniert. „Körperlich hart, aber für mich ein toller Erfolg“, so Scherff. Martin Rösner vom Kinderschutzbund Hattingen/Sprockhövel freut sich sehr über den Erfolg und natürlich über das Geld. „Wir unterstützen viele Projekte in Hattingen und beraten auch viele Familien. Da brauchen wir jeden Cent“, sagt er.

Olaf Scherff im Interview

Die Hattinger Lions waren als Unterstützer ebenso am Start wie einige Unternehmen, unter anderem auch die Hattinger Sparkasse. „Wir unterstützen solche Initiativen gern, wenn die Gelder in gemeinnützige Arbeit fließen“, sagt Udo Schnieders, Marketingleiter der Hattinger Sparkasse. Von rund 1500 Läufern kamen übrigens 350 ins Ziel – Olaf Scherff war der 48.

Und er war so schnell, dass seine Familie den triumphalen Einzug verpasste. Scherff lief übrigens zweimal durch das Ziel – als einziger Teilnehmer, denn ruhrkanalnews begleitete den Hattinger Unternehmer auf seiner Tour und ließ ihn für die mediale Verarbeitung noch einmal den Siegesschritt wiederholen.

Apropos Wiederholung: Die ist für das kommende Jahr nicht ausgeschlossen. Friedel Diergardt von den Hattinger Lions schließt seine Teilnahme allerdings weitestgehend aus: „Ich komme mit – aber nur für die ersten zwei Kilometer“.

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