Fahrradfrühling in Hattingen

Eröffnung des 10. Hattinger Fahrradfrühlings durch Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing am 20. März 2026 am Rathaus, (Foto: ADFC Ortgruppe Hattingen/Sprockhövel)

Hattingen – Die Stadt Hattingen ist seit Mai 2024 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS NRW), nach der Revision im November 2025 dauert die Mitgliedschaft der AGFS nun ohne Auflagen bis Dezember 2031 an.

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Das ADFC Fahrradklima hat sich in Hattingen von 2022 auf 2024 von 4,40 auf 4,12 verbessert. In 2025 wurde die Glückauftrasse von Niederstüter bis zur Brücke am Wildhagen in Zeit und Budget asphaltiert, drei neue Fahrradstraßen (Oststraße, Talstraße, Pottacker) errichtet, und seit Januar 2026 ist die Kosterbrücke als Bestandteil des Ruhrtalradweges sicher auf kombiniertem Rad- und Fußweg mit ausreichender Geländerhöhe befahrbar. Aktuell in Arbeit ist die Umgestaltung der Bahnhofstraße und der Ruhrgasse mit Anbindung des Ruhrtalradweges an die Altstadt, sowie in Kürze im Rahmen der Unterstützung zur IGA 2027, Radwege-Erweiterungen am Ruhrtalradweg unterhalb des Isenbergs und auf Höhe des Minigolfplatzes Ruhrtal. In Planung ist auch eine neue Ruhrbrücke für Radfahrer und Fußgänger zwischen Henrichspark und Rauendahl.

Radfahren in Hattingen bleibt allerdings eine Herausforderung. Trotz der Fahrradstraßen Tal-/Oststraße, Pottacker und Lindstockstraße und neuer Fahrradpiktogramme auf Holthauser Straße ist die Radwege-Verbindung nach Holthausen und zum Schulzentrum mangelhaft. Nach Welper und Blankenstein soll es via Pannhütter Straße über Brandtstraße und Am Büchsenschütz zum Park Diepenbeck gehen, weiter über Thing- und Marxstraße. Insbesondere die Straße Am Büchsenschütz verfügt aktuell über keine ausreichenden Radverkehrsanlagen. 

Wie kann der Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur beschleunigt werden – gerade auch unter dem Aspekt der Stellenstreichung im Bereich Mobilität und Klimaschutz im Ennepe-Ruhr-Kreis? Welche Sofortmaßnahmen wären dringend und auch zu bewerkstelligen? Wie kann die Radsicherheit auf Hattinger Straßen verbessert werden? Das will die ADFC-Ortsgruppe mit VertreterInnen der Stadt Hattingen und interessierten BürgerInnen diskutieren.

Termin:

Donnerstag, den 16. April 2026 ab 17:00 Uhr im Bürgerzentrum Holschentor, Gruppenraum 3 im 1. OG.

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1 Kommentar zu "Fahrradfrühling in Hattingen"

  1. Einige Gedanken zur heutigen Veranstaltung des ADFC zum Tagesordnungspunkt Sicherheit auf Radwegen mit Füßgängerzone und E-Scooter.

    DIe Fußgängerzone gehört in erster Linie den Menschen, die sie zu Fuß nutzen. In Hattingen stellen diese – insbesondere ältere Menschen sowie Menschen mit Einschränkungen – die große Mehrheit dar.

    Zitat: „Viele Menschen mit Behinderung, insbesondere Personen mit Gehbehinderung, Sehbehinderung oder ältere Menschen, nehmen Radfahrende in Fußgängerzonen als Gefahr wahr. Nicht angepasste Geschwindigkeit macht das Bewegen unsicher.“

    Das betrifft nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Familien mit kleinen Kindern. Wenn Kinder sich nicht frei bewegen oder spielen können, weil das Risiko von Zusammenstößen mit Fahrrädern zu hoch ist, geht ein wichtiger Teil der Lebensqualität verloren.

    Das gemeinsames Ziel sollte eine barrierefreie und sichere Fußgängerzone sein. Dies richtet sich nicht gegen das Radfahren, sondern ist ein Plädoyer für mehr Sicherheit für die Mehrheit der Zufußgehenden. Ich würde mich freuen, wenn das auch beim ADFC, Grünen und Stadtverordneten auf Verständnis stößt, im Sinne einer insgesamt höheren Lebensqualität in unserer Stadt.

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