DAS ALTSTADTFEST 2018

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Darauf erst mal ein kleines Pils: Thomas Stauder, Georg Hartmann und Dirk Glaser (vlnr) nach der offiziellen Eröffnung des Altstadtfestes (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen– Das Altstadtfest beginnt, wie schon seit vielen Jahren, einen Abend vor dem offiziellen Start. Hattinger feiern mit Hattingern und guter Musik. Auch in diesem Jahr ist das Bermuda-Dreieck gut gefüllt, als die „Flotten Locken“ auf die Bühne steigen. Die Stimmung ist ausgelassen, man kennt sich und trifft sich. Hier ist ein wenig Stimmung „von früher“ gerettet worden. Der Donnerstag vor dem Altstadtfest ist Pflichttermin für viele Hattinger, auch wenn der Zeitpunkt in letzter Zeit ständig wechselte. Es ist noch ein bisschen so wie früher, als man nicht in den Urlaub fuhr oder wieder rechtzeitig zurück war, da ja Altstadtfest ist. Für das gesamte Fest gilt das bei vielen Einheimischen inzwischen nicht mehr, aber nach wie vor für den inoffiziellen Auftakt.
Am Freitag wird das Altstadtfest dann offiziell eröffnet. Bürgermeister Dirk Glaser hält eine kurze Rede, bevor er dann mit Stadtmarketing Geschäftsführer Georg Hartmann und Brauereichef Thomas Stauder anstößt und damit den Teil mit Reden beendet. Ab jetzt soll auf den Bühnen vor allem Kunst im Mittelpunkt stehen. Das Angebot reicht von unterschiedlichsten Musikgruppen über Tanzvorführungen bis hin zu Kabarettisten. Eigentlich so wie immer in den vergangenen Jahren, mit einer Ausnahme. Auf den Untermarkt gibt es keine Bühne mehr. Lediglich ein Podest mit einem kleinen Pavillon wird aufgestellt unter dem einsame Künstler das Laufpublikum beschallen.

Der Start ins Altstadtfest verläuft verhalten. Für erfahrene Besucher ist es ungewohnt, dass bis nach 20h die Gassen und Plätze vergleichsweise leer sind. Direkt vor den Bühnen gibt es etwas Gedränge, aber ansonsten wirkt es nicht voller, als an einem gewöhnlichen Samstag Vormittag. Selbst Hundebesitzer können mit ihren Tieren völlig problemlos durch die Stadt spazieren.

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Vor der Bühne am Kirchplatz wurde es bei Banda Senderos zu Recht voll (Foto: RuhrkanalNEWS)

Erst gegen 22h wird die Stadt voll es sind so viele Menschen unterwegs, wie man es aus den guten Zeiten der Veranstaltung ganztägig kennt. Während die einen hier einen weiteren Beleg dafür sehen, dass es mit dem Altstadtfest immer weiter bergab geht, freuen sich die anderen über genügend Platz um die künstlerischen Darbietungen ohne Geschiebe zu genießen. Jedenfalls ist die Stimmung in der gesamten Stadt friedlich, fröhlich, entspannt. Am Bunker ist es erwartungsgemäß musikalisch etwas härter, das Publikum tendenziell jünger, an der Hauptbühne am Kirchplatz geht es etwas ruhiger zu, die Besucher sind dafür auch schon älter (also im Bereich des Autors dieser Zeilen).

Fotostrecke von Holger Grosz und RuhrkanalNEWS

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Der Samstag sorgt bei bestem Wetter für eine angenehm gefüllte Innenstadt. Auch hier wird es erst am Abend richtig voll. Nachmittags sind die Nachtschnittchen auf der Kirchplatzbühne, Abends Mytallica auf der Bühne am Bunker. Insgesamt bietet die Auswahl der Bands für jeden Musikgeschmack etwas. Schön ist beispielsweise, dass am Freitag der Top-Act „Banda Senderos“ aus Essen mit vielen eigenen Stücken punkten kann und nicht wie so oft in den vergangenen Jahren eine Coverband auf der Bühne steht. Insgesamt ist der Anteil an Coverbands erfreulicherweise gefühlt zurück gegangen. Die Kritik der Hattinger scheint an dieser Stelle Früchte zu tragen. Versteckte künstlerische Schätze gibt es, wie in jedem Jahr, im Krämersdorf. Hier sind die zu finden, die auch auf kleiner Bühne eine gute Show abliefern können. Wer beim Bummel über das Altstadtfest hier keinen Halt macht, der ist, nach persönlicher, streng subjektiver Meinung der RuhrkanalNEWS-Redaktion, auf dem falschen Fest unterwegs.

„no comment“ Filmbeitrag

Der Sonntag geht mit Regen zuende. Während die Darbietungen der Chor-Matineé und der Schülerinnen und Schüler im Trockenen vorgeführt werden konnten, schüttet es bei den Auftritten von Jasmins Tanzstudio. Die Zuschauer halten trotz der zeitweilig enormen Fluten von oben aus, der Kirchplatz bleibt gut gefüllt. Die Altstadtfestbesucher wollen sehen, was die verschiedenen Gruppen zu bieten haben. Am Bunker wird es dagegen mit Einsetzen des Regens spontan leer. „Jazzabilly“ lässt sich davon nicht  beeindrucken. Auch für die handvoll Zuschauer, die sich nicht durch das ungemütliche Wetter vertreiben lassen, wird das komplette Programm so durchgezogen, als sei der Platz brechend voll.

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Josh & The Blackbirds machten am Freitag den Opener am Bunker (Foto: RuhrkanalNEWS)

Ob die Händler in diesem Jahr insgesamt zufrieden mit den Besucherzahlen und Umsätzen sind, wird sich zeigen. Festhalten kann man jedenfalls, dass die Lücken zwischen den Ständen nicht kleiner werden. Und so lautet das Fazit, wie schon in den vergangenen Jahren: Es gab kritische Stimmen, die den Termin Ende Mai für falsch halten, da die Stadt zu leer ist. Andere finden genau das ganz wunderbar. Am Ende entscheiden die Besucherzahlen und Umsätze, wohin die Reise mit dem Hattinger Altstadtfest geht.

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